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Sylter Rundschau

17. Oktober 2017 | 16:09 Uhr

Neues Jahr, alle fleißig, alles neu

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Ich mag das Tinnumer Gewerbegebiet. Sehr. Und zwar weil es so wenig von einem klassischen Gewerbegebiet hat. Es ist wie ein kleiner Ort für sich mit bunten, modern gebauten Häusern und Hallen in denen nicht nur reger Arbeitsbetrieb herrscht, sondern auch fröhliches Leben der dort ansässigen Familien. Bald neu in diesem kleinen, bunten Pippi-Langstrumpf-Dorf: die Sylter Werkstätten und die Feuerwehr. Ich sage schon mal jetzt „herzlich Willkommen“. Wir werden uns häufig sehen, denn zum einen ist eine Freundin von mir quasi eure Nachbarin und zum anderen nutze ich den Fliegerhorst häufig als Abkürzung. Ist eben der kürzeste Weg von Westerland sowie dem kompletten Insel-Norden bis nach Morsum. Deswegen habe ich beide Neubauten ausführlich beobachten können. Ich sage es mal mit einem alten Werbeslogan eines bekannten Schokoladenherstellers: Quadratisch, praktisch, gut. Und ergänze: hübsch. Wow! Beide Bauten mit viel Glas und Holz. Genau mein Ding! Würde ich heutzutage noch mal bauen, würde ich mich sofort mit den Architekten in Verbindung setzten. Allerdings: hoffentlich ist die salzige und steife Sylter Brise gnädig zu der Holzverkleidung.

Übrigens bin ich mir sicher, dass ich es noch miterleben werde, dass für die Strandwege und Übergänge irgendwann das praktische Holz- Kunststoffgemisch, aus dem heute bereits viele Terrassen-Dielen hergestellt werden, verwendet wird. „Ist doch viel zu teuer“, kontert Carsten. Ich sagte ja auch nur „irgendwann mal“. Und wo wir gerade beim Thema sind – Hut ab vor allen fleißigen Männern (und Frauen?) des Sylter Bauhofs, die offenkundig ´nen richtigen Schlag reingehauen haben, um bis zum Besucheransturm über den Jahreswechsel die größten Sturmschäden zu beseitigen. Wenn ich noch daran denke, wie die meisten Strandübergänge kurz nach „Xaver“ aussahen... Und jetzt? Alles schon wieder fast wie neu. Mal abgesehen vom Reststück der Promenade Richtung Wenningstedt. Auf Höhe des Restaurants „Seenot“ ist immer noch Schluss. Ist ja aber auch klar, ich kann mir gut vorstellen, dass man bei der ein- oder anderen Sitzbank ordentlich buddeln musste, um sie überhaupt wieder zum Vorschein zu bringen. Kristina Kreiss vom Sylt Tourismus-Service sagte mir, dass mit Hochdruck am Weiterbau des Promenaden-Weges gearbeitet würde. Finde ich klasse. Bis Ostern ist bestimmt alles wieder tiptop.

Ach ja, und noch jemand war fleißig auf Sylt: die Polizei. Sie hat vergangene Woche auf der Insel geblitzt. Das Gerät stand kurz vor der Abfahrt zur Sylt-Quelle – und – es hat funktioniert! Nein, nicht ich habe am Steuer gesessen, sondern Carsten. Das ist insofern besonders ärgerlich, weil er eigentlich nie geblitzt wird. Wenn die Polizei ihn mal anhält, dann nur, weil er mit seiner Langsam-Fahrerei den nachfolgenden Verkehr behindert. Grrrr. Ich bin immer noch fassungslos. Geblitzt zu werden ist auf Sylt jawohl wie ein Sechser im Lotto, nur in blöd. Oder als ob ein einziges Hundehäufchen bei uns zu Hause in Kiel auf der Straße liegt – und Carsten tritt hinein.

Egal? Kommt das Strafgeld nicht in die Stadtkasse? Und davon werden dann doch wieder neue Holzpromenaden gebaut, richtig? Unter diesen Umständen will ich dem „Raser“ an meiner Seite mal verzeihen.


Jeden Sonnabend beschreibt Miriam Köthe exklusiv für die Sylter Rundschau, was ihr auf Sylt so auffällt und gefällt. Die Kieler Journalistin besucht mit ihrem Mann, dem R.SH-Morningman Carsten Köthe, in jeder freien Minute die Insel.

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