Schwangere auf Sylt : Neues Hebammenstübchen in Wenningstedt eröffnet

Hebamme Cornelia Bäcker (Mitte) hat Julia Umbreit betreut, bis deren Sohn Jasper Piet vor elf Monaten in Flensburg zur Welt kam, rechts Vater Dennis Umbreit
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Hebamme Cornelia Bäcker (Mitte) hat Julia Umbreit betreut, bis deren Sohn Jasper Piet vor elf Monaten in Flensburg zur Welt kam, rechts Vater Dennis Umbreit

Cornelia Bäcker bietet Anlaufstelle für schwangere Insulanerinnen und Urlauberinnen sowie junge Mütter

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26. Januar 2015, 06:00 Uhr

Trotz matschigem Schneewetter kamen vergangenen Sonnabend zahlreiche Besucher zur Neueröffnung des Hebammenstübchens von Cornelia Bäcker in den Kampener Weg 2a. Die meisten von ihnen waren ehemalige „Kundinnen“, die der Sylter Hebamme gemeinsam mit ihren Kindern und auch Männern einfach noch mal Danke sagen wollten und natürlich neugierig die Räume erkundeten. Aber am Eröffnungstag kamen auch schon Schwangere, um sich beraten zu lassen oder erste Termine zu buchen.

Seit der Schließung der Geburtshilfe in der Nordseeklinik Ende 2013 hat Cornelia Bäcker ein Jahr lang im Krankenhaus Niebüll als Beleghebamme im Krankenhaus Niebüll gearbeitet. Doch sie wollte unbedingt zurück auf die Insel, um wieder mehr Zeit für eine bessere Versorgung von schwangeren Sylterinnen und Urlauberinnen sowie jungen Müttern zu haben. Und um sich den Traum von einem eigenen „Stübchen“ zu erfüllen.

Außer der Geburt selbst bietet Bäcker in ihrer neuen Praxis das gesamte Spektrum einer Hebammentätigkeit: Sprechstunden, Vorsorge, Überwachung der kindlichen Herztöne, Akupunktur, Babymassage- und Babypflegekurse sowie einen Stilltreff. Das Baby- und Kleinkindschwimmen und die Geburtsvorbereitungskurse führt Hebamme Bäcker wie bisher im Dorfhotel Rantum durch, Kurse für Mütterfitness und Rückbildungsgymnastik gibt sie weiterhin im Tinnumer Fitnessstudio Wirbelwind.

Aufgeben musste die Hebamme jedoch ihren unentgeltlichen Rufbereitschaftsdienst, weil sie nicht mehr als Klinikhebamme arbeitet, deshalb nicht versichert ist und sich die teuren Prämien nicht leisten kann. Bäcker hofft jedoch, dass sich die Möglichkeit ergibt, diese Kosten durch die Gemeinde, eine Stiftung oder von Sponsoren bezahlt zu bekommen. „Das wäre echt klasse: Dann würde ich sofort wieder einen Rufbereitschaftsdienst anbieten.


Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.dashebammenstuebchen.de

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