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Touristenattraktion auf Sylt : Neues Eisboot aufgestellt

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Mit einer Feierstunde wurde die Attraktion am Morsumer Ortseingang eingeweiht

Schiff ahoi: Ab sofort begrüßt wieder ein Eisboot am Ortseingang alle Ankömmlinge. Bei einem festlichen Akt wurde von den Morsumer Kulturfreunden am Wochenende die Bootstaufe vollzogen, der am Straßenrand viele interessierte Zaungäste beiwohnten.

20 Jahre lang hatte das Vorgänger-Modell den Ortseingang geschmückt, dann musste es aufgrund des maroden Zustands abgebaut werden (wir berichteten). Holdi Schmitz, Vorsitzender des Ortsgestaltungsausschusses der Morsumer Kulturfreunde, gelang es indes, per Internet einen würdigen Nachfolger aufzuspüren.

Vier Monate lang wurde das historische Fischerboot aus Norwegen in der Halle von Landwirt Jens-Uwe Petersen aufgearbeitet und schließlich an seinem Bestimmungsort platziert. Helga Simonsen oblag es derweil, mit Unterstützung von Sylta Schmidt und Birgit Wachtel die Bootsbesatzung zu gestalten.

Fünf Figuren in Fischerhemden und Regenhosen erinnern samt ihren Rudern an jene Ära vor dem Dammbau, als die Eisbootfahrer in strengen Wintern Lebensmittel, Medikamente und Post bei mühseligen Touren vom Festland abholten.

Eine Transporttruhe und ein Proviantfass komplettieren die Ausstattung des etwa sechs Meter langen Boots, das mit Eisschollen gleichenden Styroporplatten unterlegt ist. Einen zusätzlichen optischen Akzent setzt die Strandhafer-Bepflanzung, während eine Infotafel den historischen Kontext erläutert.

Der in Friesentracht gekleideten sechsjährigen Amelie Hesbacher, die just an diesem Tag Geburtstag feierte, oblag es dann, das Boot mit Meerwasser aus einer Austernschale auf den Namen „Friihair“ („Freiheit“) zu taufen. Während sich der historisch gewandete Vereinsvorstand einen hochprozentigen „Plankentrunk“ gönnte, wurde allen Zuschauern Teepunsch in filigranen Tassen serviert.

Maren Ehmke, die neue Vorsitzende der Morsumer Kulturfreunde, dankte nachdrücklich allen Beteiligten, erinnerte an die Ära der Eisbootfahrer und verdeutlichte den symbolischen Charakter: „Lasst uns gemeinsam für Morsum nach vorne rudern.“ Und Holdi Schmitz sekundierte: „Wir sitzen alle in einem Boot – nur gemeinsam sind wir stark.“

Lobende Worte für „die ideenreichen Morsumer“ fand seitens der Gemeinde Sylt der stellvertretende Bürgervorsteher Eberhard Eberle, während der Morsumer Ortsbeiratsvorsitzende Klaus Mungard daran gemahnte, dass Morsum seine Identität auch innerhalb der Großgemeinde wahren müsse.

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