Neues Becken für Schwimmsportler

Gemeindevertreter der Gemeinde Sylt stimmen für Süßwasserbecken in der Sylter Welle und den Einbau eines Hubbodens für den Unterricht

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21. März 2014, 15:45 Uhr

Für die Lister gab es zwar keinen Grund zur Freude, dafür jedoch für die Schwimmsportvereine der Insel. Von ihrer Grundsatzentscheidung für ein zusätzliches Sportbecken im Freizeitbad Sylter Welle als Ersatz für die Lister Schwimmhalle rückten die Politiker der Gemeinde Sylt nicht ab, dafür folgten sie jedoch zwei wesentlichen Wünschen der bislang in List trainierenden Vereine. Damit die Sportvereine keine Verschlechterung der Bedingungen in Kauf nehmen müssen, hat sich die Gemeindevertretung sowohl für die Ausführung des neuen Beckens als Süßwasservariante (die Sylter Welle ist sonst ein Meerwasser-Bad) entschieden, wie auch mit knapper Mehrheit für den Einbau eines Hubbodens für den Schwimmunterricht in dem 1,80 bis 3,80 Meter tiefen Becken.

Laut der vom Insel Sylt Tourismus-Service (ISTS) vorgelegten Kostenschätzungen werden die bislang mit rund vier Millionen Euro veranschlagten Investitionskosten rund 310 000 Euro höher ausfallen – 225 000 Euro für den Hubboden in der flacheren Hälfte des Beckens sowie zusätzliche 85 000 Euro Baukosten für den Süßwasserbetrieb. Hinzu kommen zusätzliche Wasser- und Abwasserkosten in Höhe von jährlich 31 000 Euro, die bei der Verwendung von Meerwasser nicht anfallen würden. Da beide Maßnahmen aus touristischer Sicht nicht erforderlich sind, sondern vom ISTS als „nachhaltig erfolgsbelastend“ eingeschätzt werden, müssen die Mehrkosten komplett von der Gemeinde Sylt oder dem Schulverband Sylt getragen werden.

Kein Problem stellt die Mischnutzung des Beckens durch Schulen und Vereine auf der einen und normale Freizeitbadbesucher auf der anderen Seite aus Sicht von Tourismusdirektor Peter Douvens dar. „Ein sinnvolles Miteinander ist absolut darstellbar“, das zeige ein prophylaktischer Zeitenplan, der alle von den Vereinen angemeldeten Bedarfe berücksichtigt. Douven will nach den jüngsten Beschlüssen nun alles daransetzen, dass noch im September mit den Bauarbeiten begonnen wird, damit das Becken auch bis Ende 2015 fertig gestellt werden kann.

Lediglich zur Kenntnis genommen wurde die Resolution der Gemeinde List. Diese hatte wie berichtet die Gemeinde Sylt darum gebeten, sich weitere zwei Jahre an der Finanzierung des Lister Bades zu beteiligen, damit man in List Zeit hat, ein Konzept zu dessen Erhalt zu erarbeiten. Außer CDU-Mann Holger Flessau („das ist für mich eine Selbstverständlichkeit“) zeigte niemand spontan die Bereitschaft, den Listern zu helfen. Tenor: Die Entscheidung für das neue Becken ist getroffen und bis zu dessen Fertigstellung ist das Lister Bad finanziell gesichert

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