Aufspülung : Neuer Sand für Sylt

Da pladdert das Wasser-Sandgemisch an den Brandenburger Strand. Sylt bekommt in 2013 eine Million Kubikmeter Neu-Sand. Foto: frr
Da pladdert das Wasser-Sandgemisch an den Brandenburger Strand. Sylt bekommt in 2013 eine Million Kubikmeter Neu-Sand. Foto: frr

50.000 Kubikmeter Sand werden in dieser Woche in Westerland auf Sylt an den Strand gespült. Alle dreeinhalb Stunden wird Sand aus bis zu zehn Metern Tiefe ans Ufer gepumpt.

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17. April 2013, 10:57 Uhr

Sylt | Westerland macht bei den Sandaufspülungen 2013 auf Sylt den Anfang: Seit Montagmorgen werden zwischen der Friesischen und der Strandstraße rund 50.000 Kubikmeter neuer Sand aufgespült. Insgesamt sollen in diesem Jahr auf Sylt für 6,35 Millionen Euro gut eine Millionen Kubikmeter Neusand aus dem Meer geholt werden. Damit soll zum einen der jährliche Sandverlust ausgeglichen werden, zum anderen wird so auch ein Sanddepot für die kommenden Jahre angelegt.

Auch wenn sich der Sylter Weststrand laut eines Gutachtens des Landesbetriebs für Küstenschutz in einem relativ guten Zustand befindet, hat die Sturmflut am 31. Januar diesen Jahres für Schäden an der Küste gesorgt.

Sand kommt aus zehn Metern Tiefe

Knapp acht Kilometer vor Westerland holt die dänische Firma Rohde Nielsen pro Ladung rund 1800 Kubikmeter Sand bis zu zehn Meter tief vom Meeresgrund, der dann rund um die Uhr alle dreieinhalb Stunden als Wassergemisch ans Ufer gepumpt wird. Nachdem sich der Sand gelegt hat, wird er von Mitarbeitern der Sylter Firma Carstensen verteilt, bis der Strand eine Höhe von 3,50 Metern erreicht hat. Bis Freitag sollen die Arbeiten in Westerland beendet sein, sagt Wolfgang Siegfriedt vom Landesbetrieb für Küstenschutz, der die Sylter Sandaufspülungen bis Mitte September auf der Insel als Bauleiter begleiten wird.

Nach Westerland geht es mit den Arbeiten in List weiter, wo Sand für den Bau des Mövenbergdeichs gelagert wird, und 140.000 Kubikmeter im Lister Süden und 75.000 Kubikmeter im Lister Norden aufgespült werden sollen. Im Anschluss daran ist dann der Strandabschnitt vor Kampen dran: Ab Wonnemeyer werden 45.000 Kubikmeter aufgespült und auf der Höhe der Sturmhaube 165.000 Kubikmeter.

Wo dann weiter gespült wird, steht noch nicht fest. Geplant sind noch Aufspülungen vor Hörnum (317.000 Kubikmeter) und Bunker Hill (100.000 Kubikmeter). Bis 2016 werden vom Land Schleswig-Holstein rund 23,3 Millionen Euro in Sylter Sandaufspülungen gesteckt.

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