Keitum : Neuer Ortsbeirat, neue Herausforderungen

Die Mitglieder des neuen Keitumer Ortsbeirats: Antje Otto, Gritje Stöver, Andrea Decker und Vera Bleicken (sitzend v.l.n.r.), Erik Kennel, Peter Peters, Hanjo-Wulf Paeske, Oliver Ewald, Jan Junge, Roland Klockenhoff und Christiane Retzlaff (stehend v.l.n.r.) Fotos: Pierre Boom (3)
Die Mitglieder des neuen Keitumer Ortsbeirats: Antje Otto, Gritje Stöver, Andrea Decker und Vera Bleicken (sitzend v.l.n.r.), Erik Kennel, Peter Peters, Hanjo-Wulf Paeske, Oliver Ewald, Jan Junge, Roland Klockenhoff und Christiane Retzlaff (stehend v.l.n.r.) Fotos: Pierre Boom (3)

Auf seiner ersten Sitzung nach der Kommunalwahl beschäftigte sich das „Dorfparlament“ vor allem mit Verkehrsproblemen in Keitum.

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30. August 2018, 16:36 Uhr

Am Mittwoch-Abend trat der Ortsbeirat des Kapitänsdorfes zu seiner konstituierenden Sitzung für die Wahlperiode 2018 bis 2023 zusammen. Als stärkste Partei gemäß dem Proporz für Keitum/ Munkmarsch aus dem Ergebnis der Kommunalwahl stellt erneut die CDU den Vorsitz, allerdings hat Oliver Ewald das Amt abgegeben und Gritje Stöver als seine Nachfolgerin vorgeschlagen. Die seit zehn Jahren auf Sylt lebende und für den ISTS tätige gebürtige Bremerin wurde einstimmig gewählt. Ebenso wie Jan Junge als ihr Stellvertreter, der allerdings nicht mehr für die SPD, sondern auch für die CDU im Ortsbeirat sitzt. Den einzigen Platz für die Sozialdemokraten übernimmt jetzt Christiane Retzlaff. Verdoppelt hat sich die Anzahl der Grünen: Roland Klockenhoff zur Seite steht künftig Antje Otto. Die SWG ist wieder durch Andrea Decker vertreten, zurückgekehrt ist ihr Partei-Kollege Erik Kennel. Komplettiert wird der Ortsbeirat durch Vera Bleicken (SSW) sowie Peter Peters und Hanjo-Wulf Paeske (beide CDU).

Inhaltlich musste sich das neue Gremium – nach Personalwahlen und Verpflichtung der bürgerlichen Mitglieder – vor allem mit verkehrslenkenden und -technischen Fragen befassen. So kritisierten anwesende Einwohner beispielsweise das sehr hohe Aufkommen von Autos und das wilde unkontrollierte Parken im Kapitänsdorf in der Hochsaison. Augenscheinlich reichten die Parkverbotshinweise an den Ortseingängen nicht aus. Bürgermeister Nikolas Häckel wies darauf hin, dass die Ausweisung von Keitum als Gesamtzone auch ein Schilderchaos vermeiden sollte. Es sei aber möglich, wieder Einzelschilder aufzustellen, falls sich der Ortsbeirat dafür entscheiden sollte. Angeregt wurden auch ein Einbahnstraßenkonzept, eine Erweiterung der Parkplätze an Kreisel und Kirche sowie eine Verkehrsberuhigung der Straße Am Tipkenhoog, wenn das Thermengelände fertig renaturiert und freigegeben ist. Die neue Vorsitzende Gritje Stöver kündigte an, dieses Thema auf der nächsten Sitzung umfassend zu behandeln und entsprechende Beschlüsse zu fassen.

Hier sollen die Straßenbaumaßnahmen des Ingiwai beginnen und ...
Boom
Hier sollen die Straßenbaumaßnahmen des Ingiwai beginnen und ...
... bis zur Wendeanlage am östlichen Ende des Tipkenhoogs gehen.
... bis zur Wendeanlage am östlichen Ende des Tipkenhoogs gehen.

Breiten Raum nahm anschließend die Präsentation und Diskussion des Straßenausbauvorhabens für den Bereich Kairem Ingiwai/Am Tipkenhoog im Osten ein. Die seit langem geplante Maßnahme zur Sanierung der maroden Strecke soll noch dieses Jahr ausgeschrieben werden. Der Ausbau selbst könnte dann im Februar/März 2019 beginnen, so Nikolas Häckel. Zuvor gilt es allerdings, zahlreiche Detailfragen wie die Art der Beleuchtung oder die Verkehrsführung zu beantworten. Dazu sollen auch die Anwohner eingebunden werden, dabei wird es ebenso um Ausbaubeiträge gehen. Die Baukosten betragen zirka 1,13 Millionen, 75 Prozent davon sollen durch Anlieger refinanziert werden. Geklärt werden soll außerdem, ob und in welcher Höhe der Betreiber des Severin’s Resort für Straßenschäden während des Hotel-Neubaus zahlen muss – weil dies vor Beginn seiner Amtszeit läge, müsse er dafür aber erst in die Archive schauen, sagte der Bürgermeister.

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