Wohnraum : Neue Wohnungen für 25 Millionen Euro

KLM beginnt im nächsten Jahr mit der Umsetzung des Programms „500+“. Neben der Wohnsiedlung Süd sind weitere 125 Wohnungen in Planung.

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23. November 2013, 00:33 Uhr

Bis zum Jahr 2018 will die Gemeinde Sylt 500 zusätzliche Dauerwohnungen schaffen. Umgesetzt werden soll dieses politische Ziel vom Kommunalen Liegenschafts-Management (KLM). Ungeachtet der Frage, wie realistisch die Zielsetzung ist, hat der Eigenbetrieb der Gemeinde mit seinem jetzt von der Gemeindevertretung beschlossenen Wirtschaftsplan 2014 die finanziellen Voraussetzungen für einen Startschuss des Wohnungsbauprogramms im kommenden Jahr geschaffen. Rund 14 Millionen Euro wird KLM im nächsten Jahr für den Bau neuer Wohnungen investieren, 2015 folgen weitere 11,6 Millionen.

Darin enthalten sind allerdings auch 8,5 Millionen Euro für den 3. und 4. Bauabschnitt der Wohnsiedlung Süd, in der bereits seit fünf Jahren der sukzessive Ersatz 166 alter Wohnungen durch Neubauten mit insgesamt 230 Wohneinheiten läuft. Im Januar soll hier mit dem Abriss eines weiteren Wohnblocks mit 32 Einheiten begonnen werden, während innerhalb eines Jahres ein Gebäude mit zwölf Wohnungen fertig gestellt und mit dem Bau zweier weiterer Blocks begonnen werden soll.

Bei den neuen Projekten handelt es sich zum einen um den Bastianplatz, auf dem KLM etwa 50 Wohnungen bauen wird. Weitere 40 Wohnungen werden dort von der eigens gegründeten Genossenschaft errichtet. Für beide Projekte sollen die Bauanträge noch vor Weihnachten beim Kreis eingereicht werden, um im Frühjahr mit dem Bau zu beginnen. KLM investiert hier etwa 7,8 Millionen Euro und verzichtet dabei vollständig auf eine Förderung aus Landesmitteln. Noch in 2014 soll zudem mit der Bebauung von drei weiteren gemeindeeigenen Grundstücken begonnen werden. Auf dem Grundstück nördlich des Schulzentrum entstehen etwa 24 Wohnungen (3,3 Millionen Euro), am Hoyerweg, direkt gegenüber des Gymnasiums weitere zehn Wohnungen (1,5 Mio.) sowie auf der sogenannten Krokuswiese am Bahnweg etwa 24 Wohnungen (2,9 Mio.).

Um diese drei Projekte parallel und möglichst schnell umsetzen zu können, wird KLM sich auf die Projektplanung konzentrieren und sich eines externen Architekten bedienen. „Unsere Idee ist darüber hinaus, einen modularen Haustyp mit ähnlichen Grundrissen zu entwickeln, bei dem nicht jedes Mal alles neu geplant und gezeichnet werden muss“, erklärt KLM-Chef Marcus Kopplin. Darüber hinaus soll mit einem Generalunternehmer gearbeitet werden. Den Anfang machen wird voraussichtlich das Projekt zwischen Schulzentrum und Apenrader Straße. Kopplin: „Unser ambitioniertes Ziel ist es, bis Ende 2014 den Rohbau dicht zu haben.“

Sofern die Verhandlungen mit der AWO Hamburg in Kürze erfolgreich abgeschlossen werden, wird 2014 noch ein weiteres Wohnungsbauprojekt hinzu kommen, das sich von den anderen allerdings in zweierlei Hinsicht unterscheidet: Im ehemaligen Ida-Ehre-Haus am Kirchenweg sollen durch Um- und Anbau insgesamt 23 seniorengerechte Wohnungen entstehen. Neben dem Kaufpreis für das Gebäude (voraussichtlich 2,3 Mio.) investiert KLM 1,4 Millionen Euro in den Umbau.

Macht unterm Strich 65 zusätzliche Wohnungen in den nächsten zwei Jahren. Fehlen also nur noch 435 weitere, um das Ziel der Politik bis zur nächsten Kommunalwahl zu erreichen.

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