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Sylter Rundschau

19. Oktober 2017 | 10:06 Uhr

Neue Wege in der Insel-Architektur

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

In dieser Serie stellt die SR Entwürfe für moderne Gebäude vor, die von den ortsüblichen Vorgaben abweichen. Heute: Martin A. Müller

von
erstellt am 31.Dez.2013 | 00:31 Uhr

Es sind Entwürfe, die Denkanstöße geben wollen und einen neuen Blick auf Sylter Architektur eröffnen möchten. In unserer Serie stellt die Sylter Rundschau ausgewählte Konzepte von Architekten vor, die sich an dem Kampener Architekturwettbewerb beteiligt haben. Immobilienmakler und Architekt Ralph Justus Maus hatte anlässlich des 100 Geburtstages der Kampener Ortsgestaltungsatzung zu dem Wettstreit aufgerufen. Heute: Der erstplatzierte Entwurf von Martin A. Müller und Michael Dazko aus Hannover.

„Wenn man die Augen zusammenkneift, dann sieht man ein Satteldach, Reet und Ziegel – die Kernelemente des Friesenhauses“, sagt Martin A. Müller. Trotzdem bricht Müllers Entwurf mit der Konvention und den Vorgaben der OGS. „Zum Beispiel sind Aussparungen im Reetdach, wie wir sie hier vorgenommen haben, normalerweise nicht erlaubt.“ Auf der Rückseite des Hauses haben sich die Architekten auch eines Sylt- spezifischen Problems angenommen: Hier führt eine Treppe ins Souterrain. Auch das ist nach der reinen Lehre nicht gestattet. Laut Jury habe es der Entwurf geschafft, moderne Architektur mit traditionellen Materialien so zu kombinieren, dass sich ein interessanter, skulpturaler Baukörper bildet. Das Reet sei innovativ eingesetzt und die unterschiedlichen Traufhöhen eröffneten tolle Ausblicke in die Landschaft. Außerdem könnte man, abgesehen von der OGS, den Entwurf so direkt umsetzen.

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