Neue Trauerecke auf dem Lister Dünenfriedhof

Die Trauerecke für Menschen, denen ein Ort zum trauern fehlt, weil ihre Angehörigen zum Beispiel seebestattet wurden.
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Die Trauerecke für Menschen, denen ein Ort zum trauern fehlt, weil ihre Angehörigen zum Beispiel seebestattet wurden.

Am Pfingstsonntag ist die Einweihung mit einem Gottesdienst vor Ort

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18. Mai 2018, 05:30 Uhr

Der Dünenfriedhof in List ist ein ganz besonderer Ort auf Sylt. Und auch Lists Pastorin Petra Hansen weiß: „Sogar nach Aussagen internationaler Experten ist er ein einmaliges Kleinod.“ Aber eines habe dort immer gefehlt: Eine Trauerecke für die Menschen, denen ein Ort der Trauer fehlt. Das komme dann vor, wenn die Angehörigen seebestattet wurden oder auf Grund historischer Ereignisse unerreichbar sind, so Petra Hansen.

Nach vielen Jahren der Planung konnte nun mithilfe von zahlreichen Spendern, wie zum Beispiel der Günther Jauch Stiftung, Wirklichkeit werden, was lange so notwendig war: Eine Trauerecke mitten auf dem Friedhof. „Die Steinmetzin Claudia Tonscheck hat wunderbar umgesetzt, was unsere Ideen waren. Maritim, mit dem Symbol des Schiffes als Übergang vom diesseitigen Leben in die andere Welt hinter der Linie und einem kleinen Wasserbecken als Symbol der Tränen, auf das aber das Licht der Auferstehung scheint“, so die Pastorin. Als Vers zur Begleitung wurde sich für „Dem Auge fern, dem Herzen nah“ von Ludwig Jacobowski entschieden. Eine entsprechende Bepflanzung und Sitzgelegenheiten schafften die notwendige Abgeschiedenheit.

Am kommenden Pfingstsonntag um 10.30 Uhr soll mit einem besonderen Gottesdienst vor Ort dieser Platz eingeweiht werden. Christine Burkard wird die meditativen Worte mit Harfenklängen begleiten.

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