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Übergangslösung : Neue Räume für Norddörferschule?

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Ihre Zukunft ist nicht endgültig geklärt: Trotzdem oder gerade deshalb soll die betagte Norddörferschule wettbewerbsfähig gemacht werden. Helfen könnte dabei ein noch zu gründender Förderverein für Kinder- und Jugendarbeit.

shz.de von
erstellt am 29.Okt.2008 | 09:18 Uhr

Wenningstedt-Braderup | Der unbefriedigende Zustand des Norddörfer Schulgebäudes hat nun auch den Jugendausschuss der Gemeinde Wenningstedt-Braderup auf den Plan gerufen. "Insbesondere der obere Bereich des Nordflügels ist absolut nicht mehr kinderfreundlich", sagte die Vorsitzende Birgit Carstensen in der jüngsten Sitzung und forderte, "hier muss dringend etwas passieren."
Suche nach Übergangslösung

Das Amt in Keitum sei beauftragt worden, nach einer geeigneten Übergangslösung für die Schule zu suchen, bei der weiterhin nicht endgültig geklärt ist, ob sie Außenstelle der Nordkamp Schule wird oder eigenständig bleibt (wir berichteten). Nach den Vorstellungen der Ausschussmitglieder könnten die ehemaligen Räume der Carl-Ludwig-Jessen Schule im unteren Bereich des Gebäudes übergangsweise für die Schüler nutzbar gemacht werden. Die neue "Verantwortliche" der Schule, Frau Kosbü, solle prüfen, welche Möbel dafür verwendet werden könnten.

"Im unteren Bereich wäre genug Platz für die Schaffung dreier Räume und in der Zwischenzeit könnte man den oberen Trakt renovieren lassen", schlug Carstensen vor. Über diese Planung hinaus sei ein Architektenbüro und der Schulverband mit der Erarbeitung eines Gesamtkonzeptes für das Schulareal beauftragt. Carstensen: "Dabei soll beachtet werden, dass wir hier auch den Kindergarten unterbringen wollen."
Privatschule vorgeschlagen

Das Hauptaugenmerk der Ausschussmitglieder, das zeigte die Sitzung ganz deutlich, liegt in der Sicherung des weiteren Erhalts der Norddörferschule für Wenningstedt. Für diese Zielsetzung ist es laut Claudia Majarian notwendig "die Bildungsinstitution so attraktiv wie möglich zu gestalten, um möglichst viele Eltern und Kinder davon zu begeistern. Wir müssen uns hier dem Wettbewerb stellen, damit wir die nötigen Schülerzahlen erreichen."

Ausschussmitglied Bettina Sönksen-Volquardsen machte gar den Vorschlag, eine Privatschule zu schaffen. "Damit hätten wir viel mehr Möglichkeiten und wären unabhängig." Wenn man einen guten Träger für diese Schule fände, müsste der Schulbesuch nicht mal teuer werden, beschwichtigte sie Einwände aus dem Gremium, dass Eltern von Schülern dafür zwangsläufig tief in die Tasche greifen müssten.
"Fünf vor zwölf"

Doch Gedankenspiel hin oder her. Finanziert werden könnte die Schule, in welcher Form auch immer, von einem Förderverein für Kinder- und Jugendarbeit. Der Ausschuss empfahl der Gemeindevertretung dessen Gründung zuzustimmen und dabei auch Verhandlungen mit List und Kampen zu berücksichtigen. Bürgermeisterin Katrin Fifeik sagte: "Wir haben diesbezüglich schon eine Anfrage im Schulverband gestellt, noch gibt es aber keine Tendenz." Notfalls würde man den Verein aber auch ohne die anderen Gemeinden auf die Beine stellen. "In diesem Punkt müssen wir schnell handeln", mahnte Fifeik. "Es ist fünf vor zwölf."

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