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Wenningstedt : Neue Pläne für Trampolin-Platz

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Die Kartoffelkiste und die Trampoline kommen weg: In Wenningstedt werden neue Pläne geschmiedet.

shz.de von
erstellt am 25.Feb.2015 | 05:07 Uhr

Rund um die Wenningstedter Promenade hat sich in den letzten Jahren einiges getan, bisher haben Gosch und das Haus am Kliff das Bild des Ortskerns entscheidend verändert. Nun wurde in der Gemeindevertretersitzung am vergangenen Montag von Architekt Hanns Schwemer ein Modell für die Neugestaltung des Platzes neben dem neuen Gosch am Kliff, an dem sich das Restaurant Kartoffelkiste befindet, öffentlich vorgestellt. Vom Aufsichtsrat der Tourismus-Service GmbH, die auch die Finanzierung der Neugestaltung übernimmt, wurde das Modell bereits angenommen. Auch die Gemeindevertreter reagierten wohlwollend auf Schwemers Ideen.

Das Lokal Kartoffelkiste, dessen Pachtvertrag mit der Gemeinde Wenningstedt am 15. Oktober diesen Jahren ausläuft, sowie der angrenzende Trampolin-Park, werden im Zuge der Neugestaltung abgerissen. Karl-Heinz Scharnowsky, der 25 Jahre lang mit seiner Frau Betreiber der Kartoffelkiste und der Trampoline war, hätte den Pachtvertrag gerne verlängert. „Für uns ist das ziemlich beschissen. Die Gemeinde hat aber leider andere Pläne mit dem Gelände“, sagt er, „da müssen wir uns jetzt mit abfinden.“ Dass die Gemeinde den Platz umgestalten will, sei ihm dadurch bewusst geworden, dass sein Vertrag anstatt zehn oder fünf Jahre in den letzten Jahren immer nur noch um ein Jahr verlängert wurde.

Statt der Kartoffelkiste soll auf dem Gelände eine sogenannte Multifunktionsfläche angelegt werden. „Auf dieser Fläche kann man alles mögliche machen“, sagt Schwemer, „verschiedene Sportarten wie Volleyball oder Fussball können dort gespielt, aber auch ein mobiles Trampolinnetze aufgestellt werden.“

Der Boden dieser Fläche soll mit Sand aufgeschüttet werden: „Wir an der Küste wissen ja, dass früher oder später alles versandet. Daher wäre es aus meiner Sicht wenig sinnvoll, mit einer Rasenfläche zu arbeiten“, erklärt der Wenningstedter Architekt die Sand-Wahl.

Eine Besonderheit soll das multifunktionale Gelände laut aktueller Planung noch haben: „Die Fläche soll tiefergelegt werden, vor allem, um die Spiel- und Sportarten windgeschützt durchführen zu können. Bisher sieht das Modell zwei Stufen vor, auf dem Eltern von spielenden Kindern oder Zuschauer sitzen können“, sagt Schwemer, „die Stufen sollen dann noch von einem Friesenwall eingehaust sein.“ Aktuell plane der Architekt einen Höhenunterschied von etwa 1,80 Meter zwischen Multifunktionsfläche und dem Rest des Geländes.

Nicht nur die Kartoffelkiste soll entfernt, auch die bisher in den Dünen stehende Surfschule mit WC-Häuschen soll abgerissen werden. „Der Standort des WC-Häuschens im Dünenbereich ist nicht wirklich sehr glücklich“, erklärt Architekt Schwemer den Abriss, „da das Gebäude auch optisch kein besonderes Highlight ist, kann man dort zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und das Gebiet geht wieder an die Dünenlandschaft.“ WC-Häuschen und Surfschule sollen auf dem Gelände weiter in den Bereich Richtung Parkplatz wandern, die schrägen Pultdächer sollen begrünt werden, um sich an die Architektur von Gosch anzugleichen.

Auch eine Fahrradabstellfläche hat Schwemer, der auch bereits das Haus am Kliff entworfen und dort seine Büroräume eingerichtet hat, in das Modell eingeplant, außerdem sollen in die Dünen zwei Erdgaragen eingebaut werden, in denen das Material der Surfschule sowie des Tourismus-Service gelagert werden kann.

Schwemer legt Wert darauf, dass es sich bei dem Modell bisher nur um ein Konzept handelt. Die Fläche kann zwar so gestaltet werden, zunächst muss das gesamte Gelände aber durch einen Landvermesser erfasst werden.

„Es soll in die Richtung des Modells von Hanns Schwemer gehen“, bestätigt Katrin Fifeik, Bürgermeisterin von Wenningstedt-Braderup. Auch eine Idee, für was die Fläche außerhalb der Sommersaison genutzt werden könnte, hat sie schon: „Im Winter könnten wir dort einen Weihnachtsmarkt stattfinden lassen, eine Eisfläche aufbauen oder den Platz für andere Veranstaltungen nutzen.“

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