Budenzauber auf Sylt : Neue Mitte in Westerland: Warten auf den Weihnachtsmarkt

Heute noch Fiktion, im Dezember schon Realität? Ein Arbeitskreis beschäftigt sich derzeit mit der Organistation eines Weihnachtsmarktes vor der Neuen Mitte.

Heute noch Fiktion, im Dezember schon Realität? Ein Arbeitskreis beschäftigt sich derzeit mit der Organistation eines Weihnachtsmarktes vor der Neuen Mitte.

Noch lange hin, aber schon in Planung: Schon in diesem Jahr könnte ein Weihnachtsmarkt auf dem Platz vor der neuen Mitte stattfinden.

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15. Februar 2018, 05:28 Uhr

Westerland | Gleich zu Beginn des jüngsten Hauptausschusses der Gemeinde Sylt am vergangenen Dienstag sorgte Nikolas Häckel für einen kleinen Paukenschlag: Die Zeichen stehen gut, dass in der kommenden Adventszeit ein Westerländer Weihnachtsmarkt auf dem Platz vor der Neuen Mitte stattfinden wird. „Wir haben einen Anbieter, der uns ein gutes Konzept vorgelegt hat“, sagte der Bürgermeister den Ausschuss-Mitgliedern.

Seit über drei Jahren ist im Gespräch, auf dem zentralen Platz einen Budenzauber zu organisieren – bisher ohne Erfolg, obwohl „der Platz alle räumlichen und logistischen Voraussetzungen erfüllt“, wie der Ortsbeiratsvorsitzende Kay Abeling gegenüber der Sylter Rundschau betonte. Doch in diesem Jahr sieht es gut aus: „Der Strategiekreis der SMG, die Sylter Unternehmer und auch der Dehoga finden das Projekt sehr gut“, sagte Häckel.

Auch Moritz Luft, Geschäftsführer der Sylt Marketing Gesellschaft (SMG), bestätigte die Planung: „Der Strategiekreis hat sich dem Thema Weihnachtsmarkt jetzt intensiver denn je angenommen, verfolgt eine kurzfristige Umsetzung und geht mit einer entsprechenden Arbeitsgruppe an den Start“, sagte er gegenüber unserer Zeitung. Der Weihnachtsmarkt sei allerdings nur ein Baustein, der die Insel in der Winterzeit als „Weihnachtsinsel“ attraktiver machen soll – und das nicht nur für Gäste: „Wir wollen hier primär den Insulanern etwas bieten“, so Luft.

Derzeit sei davon auszugehen, dass der Weihnachtsmarkt Verluste über rund 45.000 Euro machen würde, erklärte Häckel. Aus diesem Grund habe der Bürgermeister das Thema in den Hauptausschuss gebracht. Zwar gebe es Zusagen aus der lokalen Wirtschaft, den Markt zu bezuschussen, doch auch dann bleibe immer noch eine Deckungslücke, so Häckel.

Die Sylter Unternehmer und die Energieversorgung Sylt (EVS) hätten bereits zugesagt, jeweils 5000 Euro Deckung mitzutragen. Der Bürgermeister wollte in der Sitzung ein Signal der Politiker, ob die Gemeinde ebenfalls eine Defizitabdeckung von 5000 Euro übernehmen würde. „Damit soll die Sorge der Betreiber genommen werden, dass sie nach dem ersten oder zweiten Jahr mit einem Defizit starten müssen“, so Häckel.

Die überraschende Nachricht über den Westerländer Weihnachtsmarkt sorgte für Verwunderung unter den Kommunalpolitikern. Gerd Nielsen (SPD) betonte, er fände die mündlich vorgetragenen Informationen über die Planung „nebulös“ und verlangte ein ausgearbeitetes Konzept. „Das Thema Weihnachtsmarkt sollte kompakt bei uns auf den Tisch kommen.“ Dem schlossen sich auch andere Kommunalpolitiker wie Andreas Eck (SSW) und Lars Schmidt (zukunft.) an.

Eine endgültige Entscheidung über den Markt wurde von den Fraktionen in dem Ausschuss jedoch gar nicht verlangt. Nikolas Häckel betonte ausdrücklich: „Es handelt sich heute lediglich um ein Signal. Ich möchte wissen, ob wir in diese Richtung weiterarbeiten können.“ Dem stimmten die Politiker zu – und so könnten in zehn Monaten womöglich die Budenlichter an der Neuen Mitte erleuchten.

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