Immobilienprojekt auf Sylt : Neue Mitte: „Februar ist Baubeginn“

Lange Monate passierte nichts auf dem Areal in Zentrum Westerlands – doch mit Beginn des neuen Jahres soll es losgehen, verspricht Lothar Schubert
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Lange Monate passierte nichts auf dem Areal in Zentrum Westerlands – doch mit Beginn des neuen Jahres soll es losgehen, verspricht Lothar Schubert

Lothar Schubert, Geschäftsführer von DC Commercial: „Finanziell ist alles abgesichert, erste Gewerbeflächen sind bereits vermietet.“

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23. Dezember 2014, 06:00 Uhr

„Im Januar geht’s los mit der Neuen Mitte. Dann werden wir mit dem Ausheben der ja recht großen Baugrube beginnen“, verspricht Lothar Schubert im Gespräch mit der Sylter Rundschau. „Bauanfang ist im Februar und die Grundsteinlegung für das zweite Quartal 2015 geplant. Mit der Fertigstellung des Rohbaus rechnen wir Ende nächsten Jahres. Mitte 2016 sollten die Fassaden- und Ausbauarbeiten beendet sein, damit wir voraussichtlich im dritten Quartal die Eröffnung des Gesamtensembles feiern können.“ Mit diesen Aussagen, so hofft der Geschäftsführer des Bauträgers DC Commercial, seien jetzt „definitiv und endgültig“ alle Gerüchte um das weitläufige dreigeschossige Gebäude in der Westerländer Innenstadt vom Tisch – zum Beispiel, dass seine Firma pleite wäre, dass das ambitionierte Projekt nicht finanzierbar sei oder dass es Probleme gebe, genügend Interessenten für Wohnungen und Geschäfte zu finden.

„Finanziell ist alles hundertprozentig abgesichert, durch Fremd- und Eigenkapital, und auch durch unseren Partner, die HSH Nordbank“, betont Schubert. Die Investitionen für das Westerländer Bauvorhaben würden zirka 27 Millionen betragen, bei derzeit 900 Millionen Euro insgesamt für DC Group-Projekte in Deutschland. „Allerdings ist der Managementaufwand für die Neue Mitte ähnlich hoch wie zum Beispiel für ein 150-Millionen-Projekt in der Hansestadt“, gibt der 43-jähriger Hamburger Immobilienentwickler zu bedenken. „Aber all die Mühe ist das Projekt auch wert: Mir persönlich ist die Insel als schönster Standort unserer Investments deutschlandweit sehr ans Herz gewachsen.“

Lothar Schubert äußert sich erstmals auch zu den Verpachtungen der Gewerbeflächen. „Ganz aktuell hat sich die Ahlers AG für ein Store-Konzept auf 230 Quadratmetern in der Neuen Mitte entschieden. Damit wird das Unternehmen einer der Anker-Mieter unseres Prestige-Bauprojekts“, freut sich der DC Commercial-Geschäftsführer. Durch bekannte Marken der Herrenbekleidung wie Baldessarini, Otto Kern, Pierre Cardin und Pioneer Authentic Jeans würde das bestehende Angebot des Westerländer Einzelhandel „ideal ergänzt und zusätzlich aufgewertet“. Insgesamt sollen auf den 1  000 Quadratmetern im Erdgeschoss sechs bis sieben Läden entstehen, deren Mietkosten etwa auf dem Niveau der Umgebung, also zwischen 60 und 100 Euro je Quadratmeter, liegen sollen. Eventuell wird in der neuen Mitte auch ein Einrichtungsgeschäft sowie ein kleiner Coffeeshop mit Terrasse eröffnet. Ansonsten werde es jedoch keine Gastronomie geben: „Das haben wir ganz bewusst nicht gesucht, darauf sind wir aber auch nicht angesprochen worden“, sagt Lothar Schubert.

In den drei Obergeschossen entstehen 26 Wohnungen in Größen von 45 bis 180 Quadratmetern: als Eigentumswohnungen oder als Ferienappartements, die teilweise bereits mit Einbaumöbeln und Küchen eingerichtet sind. Zu ihnen gehören auch die einzigen Privatflächen auf der Rückseite des Gebäudes Richtung Elisabethstraße mit Rasen und Bäumen. Alles um die Neue Mitte soll eine „grüne Oase“ werden, wünscht sich Schubert. Deshalb stehe DC Commercial auch dazu, sich wie versprochen mit 500  000 Euro an der Neugestaltung des Vorplatzes zu beteiligen. Ebenfalls gelöst sei die Frage des WC-Häuschens: es wird abgerissen, öffentliche Toiletten stehen pünktlich mit Fertigstellung an der Südseite des Gebäudes zur Verfügung. Noch geklärt werden muss dagegen der Verbleib des Trafo-Häuschens – dafür seien technische Abstimmungen mit dem Bauamt erforderlich. „Eventuell muss das neu gebaut und damit optimaler in die Umgebung eingepasst werden“, sagt Schubert.

Verkehrstechnisch erwartet DC Commercial künftig keinerlei Probleme: der Lieferverkehr erfolge, wie für andere Gewerbeanlieger auch, entweder über die Neue Straße oder von der Bomhoffstraße aus über die Strandstraße. Und auch die Zufahrt von der Elisabethstraße aus zur Tiefgarage, die ausschließlich einer Unterbringung von PKWs der Mieter und Angestellten dient, wird gebaut wie geplant. „Alles ist baurechtlich in Ordnung und genehmigt. Ich bin davon überzeugt, dass sich das dann auch in der Praxis umsetzen lässt. Solche Lösungen sind ja in Großstädten gang und gebe – warum sollte es auf Sylt nicht funktionieren“, erklärt Lothar Schubert.

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