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Überprüfung : Neue Inselverwaltung: Sind zwei Standorte günstiger als einer?

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Um die Umbaukosten für das Westerländer Rathaus deutlich unter die veranschlagten 9,35 Millionen Euro zu drücken, soll auf Wunsch der Stadtvertretung nicht nur die Planung überarbeitet, sondern auch die dauerhafte Nutzung des ehemaligen StoV-Geländes geprüft werden.

shz.de von
erstellt am 27.Nov.2008 | 06:59 Uhr

Westerland | Weil die Haushaltslage der neuen Gemeinde Sylt einen 9,35 Millionen Euro teuren Umbau des Rathauses samt Nebengebäuden nicht zulässt, ist man in Westerland auf der Suche nach Einsparmöglichkeiten. Zusätzlich zu der Maßgabe, dass sich die Investitionshöhe nach den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln zu richten hat, soll nun auch geprüft werden, ob das als Übergangslösung gedachte Gelände der ehemaligen Standortverwaltung (StoV) am Bahnweg dauerhaft genutzt werden könnte.
Alle Fraktionen einig

Trotz einer ablehnenden Stellungnahme der Verwaltung (Kommunales-Liegenschafts-Management) wurde der Antrag der SPD-Fraktion am Dienstag einstimmig angenommen. KLM verweist darauf, dass der Antrag eine komplette Alternativplanung bedeute, die weitere zwei Monate in Anspruch nehme und erst nach Vorliegen der Kosten-reduzierten Rathaus-Planung möglich sei. Die Politiker aller Fraktionen vertraten hingegen die Auffassung, dass beide Überlegungen zusammengehören, auch wenn dies mehr Zeit erfordere.

Zu den inhaltlichen Argumenten der Verwaltung gegen die dauerhafte Nutzung der StoV als Zweitstandort gehört unter anderem die von den Fusionspartnern erwartete zentrale, gut erreichbare und optimal organisierte Inselverwaltung. Zudem werden Nachzahlungspflichten gegenüber dem Bund fällig, wenn die Altbauten nicht bis Ende 2012 abgerissen, sondern dauerhaft genutzt werden.
"Es geht um grobe Schätzung"

Nach Ansicht der SPD und der anderen Fraktionen durchaus nachvollziehbare Argumente, die die Politik jedoch in eine Bewertung der beiden Varianten einbezogen haben möchte. "Dabei geht es nicht um eine Detailplanung, sondern um die grobe Schätzung, ob zwei Standorte günstiger werden als einer", betonte SPD-Fraktionschef Uwe Tiedjen.
Bis Ende April Zusammenführung aller Abteilungen

Unabhängig von der Planung für die künftige insulare Verwaltung wird derzeit mit Hochdruck an der provisorischen Zusammenlegung von Stadt- und Amtsverwaltung gearbeitet. Den Anfang machen bereits ab Mitte Dezember die Mitarbeiter beider Kassen, die am 5. Januar am Bahnweg (StoV) die gemeinsame Arbeit aufnehmen. Voraussichtlich Ende Februar ziehen die Ämter für Finanzen und die Ordnungsämter (außer Einwohnermeldeamt) dann ins provisorisch renovierte StoV-Hauptgebäude. Es folgt die sukzessive Zusammenführung aller Abteilungen, die Ende April abgeschlossen sein soll.

Die dazu erforderlichen Umbau-, Renovierungs- und Umzugsmaßnahmen werden insgesamt 550 000 Euro kosten, von denen Westerland und Sylt-Ost bereits jeweils 80 000 Euro bereitgestellt haben. Die restlichen 390 000 Euro werden nach Einwohnerschlüssel auf die drei Fusionsgemeinden aufgeteilt (Westerland 233 000,- Sylt-Ost 143 000,- und Rantum 14 000,-).

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