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Sylter Rundschau

23. Oktober 2017 | 04:55 Uhr

Neue Ideen für den Kreisel

vom

Wenningstedter Kreisverkehr hat nun Zusatz-Ring / Autofahrer vermuten zweispurige Verkehrsführung

shz.de von
erstellt am 09.Aug.2013 | 04:59 Uhr

Wenningstedt | Ein Ring sorgt in Wenningstedt für Verwirrung: Um die Mitte des Wenningstedter Kreisels wurde ein zusätzliche Linie gemalt, die Pkw eigentlich nicht überfahren dürfen. Das war vom Kreis Nordfriesland angeordnet worden, damit der Verkehr verlangsamt wird. Eigentlich stand dahinter die Idee, dass so auch Fahrradfahrer gefahrloser durch den Kreisel fahren können. Allerdings sorgt diese Linie momentan noch für Verwirrung: Sowohl Rad- als auch Autofahrer vermuten, dass sie den inneren Kreis nun benutzen können.

Wenningstedts Bürgermeisterin Katrin Fifeik möchte sich zur Kreisel-Thematik nicht äußern: "Wir müssen abwarten, wie sich das alles entwickelt." Zudem gebe es in Wenningstedt wichtigere Themen, denen sie ihre Aufmerksamkeit schenken möchte: "Für mich gibt es andere Prioritäten als den Kreisel. Beispielsweise die Renaturierung des Dorfteiches", so Fifeik.

Gerade für Radfahrer, die aus Richtung Braderup kommen, ist der momentane Weg über die L 24, so sie denn nicht im Kreisel radeln, mit dreimaligem Überqueren der Straße verbunden (wir berichteten). Laut Unfallforschung ist es für Radler am sichersten, wenn sie im Kreisel mitfahren können.

Das wolle man in Wenningstedt nicht, sagte allerdings Detlef Görke, Vorsitzender des Planungs-, Bau- und Wegeausschusses. Dort war die Radfahrer-Führung am Mittwochabend Thema: "Hier fahren sehr viele Senioren und Familien mit Kindern Rad - die wollen wir auf sicherem Weg zur Ampel an der Hauptstraße führen." Auch eine vom Kreis vorgeschlagene weitere Querungshilfe für Fußgänger und Radfahrer vor Feinkost Meyer ist nicht erwünscht: "Das führt nur zu Chaos und bremst den fließenden Verkehr aus", sagte Görke weiter. Stattdessen soll nun in Absprache mit der Verkehrsaufsicht beraten werden, ob der Fußweg auf der Feinkost-Meyer-Seite bis zur Ampel am Kampener Weg zu einem breiteren Fuß- und Radweg ausgebaut werden kann. Das hätte den Vorteil, dass so die zahlreichen Radfahrer, die über den Osterweg nach Wenningstedt kommen, und dann etwas verloren vor Feinkost Meyer stranden, sicher weiter geführt werden, erklärt Manfred Schmidt vom Inselbauamt. Langfristig würde die Radfahrsituation zwischen Wenningstedt und Braderup beim geplanten Ausbau der Kreisstraße ohnehin neu aufgerollt werden.

Kritik regt sich auf der Insel auch an dem "Zusatz-Kreis", der um das Mittelstück des Kreisels gelegt wurde: "So sieht das aus, als würde der Verkehr dort nun zweispurig geführt", sagte Görke, "das ist keine Hilfe." Dieser Auffassung sind offensichtlich auch einige Autofahrer auf der Insel, die den Kreisverkehr gelegentlich zweispurig nutzen. Aber auch das soll sich ändern, sagt Schmidt: Die neue Sperrfläche soll noch schraffiert werden.

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