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Feuerwehrmuseum : Neue Exponate für Sylts kleinstes Museum

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Wenningstedts Ehren-Wehrführer Gerhard Radtke hat dem Keitumer Feuerwehrmuseum zwölf Feuerwehrhelme aus aller Welt geschenkt. Im April öffnet das Museum wieder seine Pforten.

shz.de von
erstellt am 13.Dez.2013 | 18:00 Uhr

Zum Jubiläum gab es quasi das passende Geschenk. Seit 15 Jahren besteht das Feuerwehrmuseum in Keitum und kann in der nächsten Saison mit neuen Exponaten aufwarten: Wenningstedts Ehren-Wehrführer Gerhard Radtke schenkte dem Museum zwölf Feuerwehrhelme aus aller Welt sowie zwei alte Löscheimer, ein Feuerhorn und einen noch aus der DDR stammenden Breitgurt nebst Beil.

Bereits 1969 hatte Radtke, der später die Wenningstedter Wehr 22 Jahre leitete, die Sammelleidenschaft ergriffen: „In einem Feuerwehrgerätehaus auf dem Festland bestaunte ich einen alten Helm und wurde mit den Kameraden handelseinig: Für einen Kasten Bier gehörte er mir“, schmunzelt Radtke, der mit seiner Ehefrau Gretchen vor 14 Jahren von Wenningstedt nach Großenwiehe bei Flensburg übersiedelte.
Im Laufe der Jahrzehnte kamen dann einige Dutzend Helme zusammen – einen Teil der Sammlung stiftete Radtke nun dem Keitumer Feuerwehrmuseum. „Das ist eine tolle Ergänzung der Ausstellung“, freute sich Wolfgang Holst, damaliger Initiator des Museums.

Der Bestand von derzeit 30 Feuerwehrhelmen wird durch die Schenkung deutlich aufgestockt – „nun können wir auch mal Helme austauschen“, freuten sich Holst und mit ihm seine Kameraden Jens-Uwe Petersen und Peter Wolf bei der Übergabe.

Klarer Fall, dass Radtke zu den Helmen einiges berichten konnte. „Den hier hat mir zum Beispiel meine Tochter aus Florida mitgebracht.“ Andere Helme stammen aus Dänemark, Schweden und Neuseeland, doch auch die deutschen Kopfbedeckungen sind sehenswert: Bis zu 120 Jahre alt, sind diese alten Helme noch mit so genannten Balkenbrechern aus Messing bestückt. Noch älter ist indes einer der beiden ledernen Löscheimer, der aus dem Jahre 1770 datiert. Und auch das schmucke Feuerhorn von 1846 ist etwas ganz Besonderes.

Bestaunt werden können die Neuzugänge jedoch erst im kommenden April, wenn das 60 Quadratmeter große Museum seine Pforten wieder öffnet. In diesem Jahr hat man rund 900 interessierte Besucher gezählt, die zwischen den zahlreichen Ausstellungsstücken von der Handdruckspritze über Uniformen bis hin zu historischen Fotografien auf Zeitreise gingen. Zugleich dankt Wolfgang Holst den ehemaligen Sylter Wehrführern, die in die Rolle der Museumswärter schlüpfen. Besonders freue man sich darüber, dass nun alle Sylter Feuerwehren Träger der Einrichtung sind: „Auch die Feuerwehren Kampen und List sind seit diesem Jahr mit dabei.“

 

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