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Neue Ausstellung in Keitum: Ada Hecht - ein Leben für die Musik

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erstellt am 31.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Keitum | Eine neue Ausstellung im Keitumer Heimatmuseum widmet sich der Berliner Diseuse Ada Hecht (1912-2001), die lange Zeit den Ziegenstall in Kampen mit geprägt und Valeska Gert viele Jahre begleitet hat. Schon von 1950 an, kurz nachdem die expressionistische Tänzerin Valeska Gert aus Amerika zurückgekehrt war, sang Ada Hecht mit großem Erfolg zunächst in deren Berliner Lokal Opernkeller, später dann in der Hexenküche aus der Dreigroschenoper von Brecht, Zarah-Leander-Lieder und Chansons von Erich Kästner.

Von der Eröffnung des Ziegenstalls 1951 an war Ada Hecht sieben Sommer lang in diesem skurrilen Etablissement engagiert. Später sang sie auch im Silberkeller in Westerland und von 1973-1977 wiederum bei Valeska Gert im Ziegenstall.

Die Ausstellung führt in das Leben dieser faszinierenden Künstlerin ein, zeigt private Erinnerungsalben und Fotografien sowie Briefe Valeska Gerts an Ada Hecht. Außerdem wird ein letztes Interview, das ihre Sylter Kollegin im Ziegenstall und Journalistin Christiane Retzlaff mit ihr führte, erstmalig auszugsweise einem Publikum präsentiert. Darüber hinaus zeigt das Heimatmuseum eine Serie von Porträts aus dem Besitz Ada Hechts, die der Fotograf Herbert Tobias (1924-1982) von ihr anfertigte.

Die Ausstellung läuft vom Sonntag, 2. Juni , bis 31. Januar 2014 im Heimatmuseum am Kliff 19 und wird begleitet von der Biografie Ada Hechts: Irmgard Friedrich, Zwischen Ziegenstall und Kudamm. Das Leben der Diseuse Ada Hecht, hrsg. von Rohnstock Biografien, Berlin 2006. Das Buch, dem eine CD beigegeben ist, ist im Museum zu einem Preis von 22,80 Euro erhältlich.

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