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Sylter Rundschau

11. Dezember 2017 | 09:03 Uhr

Naturschutzbehörde lehnt Schwimmsteg ab

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

von
erstellt am 07.Jan.2014 | 00:31 Uhr

Aus den Plänen für sommerliche Segelkurse am Lister Wattenmeer wird voraussichtlich nichts werden. Nach Informationen der Sylter Rundschau beurteilt die oberste Naturschutzbehörde des Landes den dazu erforderlichen 40 Meter langen und fünf Meter breiten Schwimmsteg aus einem System schwimmfähiger Kunststoffelemente als „naturschutzrechtlich nicht genehmigungsfähig“.

Wie berichtet hatte die Sylter Firma Jordsand Boote GmbH den Bau eines temporären Schwimmsteges vor dem Hotel Strand, unweit des Lister Hafens, für die Monate April bis Oktober beantragt. Während die Gemeinde dem Vorhaben positiv gegenübersteht, weil sie sich davon eine Attraktivitätssteigerung für List verspricht, lehnen es die hiesigen Naturschutzverbände entschieden ab.

Nach Einschätzung der oberen Naturschutzbehörde lässt sich ein solcher Schwimmsteg nicht mit den Belangen des Naturschutz und der Landschaftspflege vereinbaren, weil „baubedingte, anlagenbezogene als auch betriebsbedingte Auswirkungen auf das Schutzgebiet zu erwarten sind“. Der Bereich, in dem der Schwimmsteg installiert werden soll, liegt zwar außerhalb des Nationalparks Wattenmeer, aber innerhalb des Naturschutzgebietes „Wattenmeer nördlich des Hindenburgdammes“, in dem Handlungen verboten sind, die zu einer nachhaltigen Störung führen, wozu auch eine Veränderung der Wasseroberfläche gehört. Gründe für eine Befreiung von den Schutzgebietsvorschriften sind nach Ansicht der Naturschutzbehörde in diesem Fall nicht gegeben, obwohl das Projekt im Einklang mit Vorgaben der Raumordnung und der Landschaftsplanung steht.

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