Flüchtlinge auf Sylt : Nach Streit mit dem Land: Petra Reiber nimmt im Polizeihaus Maß

Bürgermeisterin Petra Reiber besichtigt das Polizeihaus.
Bürgermeisterin Petra Reiber besichtigt das Polizeihaus.

Bei der ersten Besichtigung des Polizeihauses war Petra Reiber überglücklich. Das Ende eines Streits mit der Landesregierung.

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11. Februar 2015, 18:24 Uhr

Sylt | „Hier ist wirklich viel Platz. Das wird ein schönes Zuhause für Familien, die in größter Not zu uns kommen“, sagte am Mittwoch eine überglückliche Petra Reiber bei einer ersten Besichtigung des ehemaligen Polizeihauses. Das Gebäude kann die Gemeinde jetzt für unbegrenzte Zeit zur Unterbringung von Asylbewerbern nutzen. Obwohl der Zustand erstaunlich gut sei, werde es zirka vier Wochen dauern, bevor in das Keitumer Doppelhaus bis zu zwölf Personen einziehen können, so die Sylter Bürgermeisterin. „Vereinzelt muss Schimmelbefall beseitigt und es müssen noch Küchen eingebaut sowie Fußbodenbelege erneuert werden.“

Das Land hatte das Haus zunächst für 1,6 Millionen Euro verkaufen wollen. Da die Gemeinde nicht die Mittel hat, aber Platz für Flüchlinge benötigt, hatte Reiber mit Beschlagnahme gedroht. Am Montag stellte das Land Schleswig-Holstein der Gemeinde das reetgedeckte Gebäude, das seit mehreren Jahren leer steht, zunächst für sechs Monate mietfrei zur Verfügung. Das sagte ein Sprecher des Finanzministeriums.

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