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Neues Einzelhandelszentrum auf Sylt : Nach „Lister Markt“ kommt Projekt „Dünenkrone“

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Der Baubeginn für das Dienstleistungszentrum im Sylter Norden verzögert sich. Als neues Vorhaben soll die Hafenstraße in Richtung Watt neu gestaltet werden.

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erstellt am 23.Nov.2015 | 18:00 Uhr

Auf dem Gelände der ehemaligen Fahrbereitschaft herrscht derzeit Ruhe, alle alten Werkstatt- und Bürogebäude, Garagen sowie Außenanlagen sind mittlerweile abgerissen. Doch anders als vom ehemaligen Bürgermeister Wolfgang Strenger noch Anfang März verkündet, ging es im dritten Quartal dieses Jahres nicht „endlich los“ mit den Bauarbeiten eines neuen großen Einzelhandels- und Dienstleistungszentrum mit zusätzlichem Hotel und Personalwohnungen. „Je nachdem, wie sich der Winter meteorologisch gestaltet, ist mit einem Baubeginn des Lister Markts im Laufe des ersten Quartals 2016 zu rechnen“, sagte Ronald Benck auf Nachfrage der Sylter Rundschau.

Als Ursache der Verzögerungen nannte der neue Lister Bürgermeister „formale Gründe“, die man mit den Genehmigungsbehörden eigentlich auf dem „kleinen Dienstweg“ hätte regeln können. Er geht jetzt davon aus, dass der Bebauungsplan Mitte Dezember von den Gemeindevertretern als Satzung beschlossen und ortsüblich bekannt gemacht wird. „Wenn danach alles wie geplant läuft und nichts Unvorhersehbares passiert, werden wir den Lister Markt Ende 2017, Anfang 2018 eröffnen können“, hofft Benck.

Kurz vor Jahresende wollen die Kommunalpolitiker des nördlichsten Inselortes gleich mehrere Vorhaben zur städtebaulichen Gestaltung auf den Weg bringen. Der Bau- und Planungsausschuss hat Mitte vergangener Woche sowohl den Bebauungsplan für den „Lister Markt“ auf dem Gelände der Fahrbereitschaft und für den Neubau von Feuerwache und Bauhof im nördlichen Bereich als auch die so genannte Gestaltungsplanung der Hafenstraße bis hoch zum Kreisel einstimmig beschlossen. Am 17. Dezember wird über beide Projekte dann abschließend in der Gemeindevertretung beraten.

Zum Beginn der Bauarbeiten der neuen Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr und des Bauhofs der Gemeinde, die hinter dem Lister Markt auf einer Teilfläche der Zollfenne errichtet werden sollen, will der Lister Bürgermeister allerdings keine konkreten Angaben machen. Zeitgleich mit den ersten Spatenstichen für den Lister Markt werde es sicher auf keinen Fall sein. „Aus heutiger Sicht muss ich davon ausgehen, dass die Aufnahme der Arbeiten dort wohl erst deutlich später erfolgen wird.“

So lange werden also die Kameraden der Feuerwehr List und auch die Mitarbeiter des Bauhofs ihre bisherigen Standorte nutzen müssen – obwohl beide Liegenschaften links vor dem Kreisel beziehungsweise weiter oben gegenüber dem Erlebniszentrum Naturgewalten bereits an private Investoren verkauft sind. „Bisher wissen wir noch nicht, was dort jeweils entstehen soll“, sagt Ronald Benck.

Der alte Bauhof in der Hafenstraße 18 wird jedoch eines der Objekte sein, die im Zuge der Neugestaltung der Magistrale zwischen Tankstelle und Zufahrt zur Syltfähre entweder abgerissen oder grundlegend umgebaut werden soll, teilt der Lister Bürgermeister mit. Denn auf der Tagesordnung der Gemeindevertreter Mitte Dezember steht auch der Beschluss über die Gestaltungsplanung der Hafenstraße. Bereits 2014 hatte die Gemeinde in einem Struktur- und Nutzungskonzept den Rahmen für die zukünftige bauliche Struktur sowie die Nutzung von Gebäuden und Freiflächen entlang der Straße abgesteckt. Erste konkrete Planungen sind neben dem Lister Markt der Umbau der „Austern Compagnie“.

Auf der rechten Seite Richtung Wattenmeer soll das „Projekt Dünenkrone“ entstehen. Von der Tischlerei Schlang über das ehemalige Soldatenheim und das Logistikgebäude von Gosch bis hin zum AWI-Laborgebäude gebe es inklusive der Park- und Freiflächen viel Potenzial, um ein attraktives Hafenboulevard zu gestalten, erläutert Benck – zum Beispiel mit höheren Bauten auf weniger Grundfläche. Allerdings sei klar, dass es wegen unterschiedlicher zeitlicher Vorstellungen der Eigentümer und Investoren nicht gelingen wird, die gesamte Hafenstraße in einem Zug, wie ursprünglich vorgesehen, zu überplanen.

Zur Sicherung der Entwicklungsziele – Bebauung und Grundstücksgestaltung – soll deshalb eine so genannte Innenbindung beschlossen werden, mit der anstelle vieler einzelner Bebauungspläne dann mit dem Kreisbauamt verhandelt werden könne.

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