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Von Sylt nach Afrika : Nach dem Abitur als Freiwillige nach Tansania

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Die Tinnumerin Kerrin Thomsen (18) wird nach dem Abitur ein Jahr lang als Freiwillige an einer Schule in Tansania helfen. Zum Projekt gehört auch die Suche nach Unterstützern.

Was soll ich nach dem Abitur machen? Diese Frage stellen sich zurzeit viele der jungen Sylter, die im Juni ihre Abi-Zeugnisse erhalten werden. Nicht jeder will gleich mit einem Studium oder einer Berufsausbildung beginnen. Und nicht jeder will die Zeit bis dahin mit einem Job überbrücken. Nicht wenige Abiturienten zieht es nach der Schule ins Ausland – um fremde Kulturen und Sprachen kennen zulernen und sich Klarheit über den künftigen Lebensweg zu verschaffen. Einigen ist das jedoch nicht genug, so wie der 18-jährigen Kerrin Thomsen aus Tinnum.

Für sie steht schon länger fest, dass sie sich nach ihrem Abitur in Niebüll als Freiwillige in einem Entwicklungshilfeprojekt in Afrika engagieren möchte. „Wir haben mit der Familie mehrmals in Kenia Urlaub gemacht und da habe ich mein Herz für Afrika, die Kultur und die Menschen entdeckt. Wir sind viel herumgekommen und haben die Menschen dort kennen gelernt“, sagt die aufgeschlossene und selbstbewusste Schülerin. Bereits vor zwei Jahren war ihr klar, dass sie nach dem Abi dorthin zurückkehren möchte. „Nicht zum Urlaub, sondern um zu helfen, miteinander zu leben und voneinander zu lernen.“ Also informierte sie sich frühzeitig darüber, welche Möglichkeiten man als junger Deutscher hat, sich ein Jahr lang ehrenamtlich in Afrika zu engagieren.

„Ich wollte unbedingt nach Ostafrika, habe mich durchs Internet geklickt und bin dort auf das Weltwärts-Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gestoßen. Da kann man sich bei einer von vielen Organisationen bewerben, die soziale Projekte unterstützen.“ Beworben hat sich Kerrin bei dem Verein Rafiki, der im Norden Tansanias, nahe der kenianischen Grenze, den Aufbau einer Schule unterstützt. Neben einer umfangreichen schriftlichen Bewerbung gehörte zum Auswahlverfahren auch ein mehrstündiges Vorstellungsgespräch, bei dem die Verantwortlichen vor allem herausfinden wollen, ob die Jugendlichen für einen solchen Einsatz wirklich geeignet sind und wissen, was auf sie zukommt.

Bei Kerrin waren sie sich schnell sicher und schickten ihr die Zusage. „Ich werde ab August als Englischlehrerin assistieren, mich am Ausbau der Schule beteiligen und kleinere Freizeitangebote nach der Schule organisieren“, beschreibt sie ihre künftige Aufgabe. Wohnen wird sie bei einer Gastmutter, die selbst an der Schule arbeitet. Die Vorfreude auf die Arbeit mit den Kindern, die Erfahrungen in einer anderen Kultur und die Möglichkeit, sich auszuprobieren, ist groß. Doch bevor es losgeht, muss sie nicht nur fürs Abi lernen, sondern auch eine weitere „Hausaufgabe“ erledigen: „Das Ministerium übernimmt zwar die allermeisten Kosten für dieses Jahr, aber zur Philosophie von Weltwärts gehört es, dass jeder Freiwillige vorher einen Förderkreis zur ideellen und finanziellen Unterstützung aufbaut.“ Und so sucht sie derzeit auf Sylt nach „Sponsoren“, die sie unterstützen. „Ich werde alle regelmäßig über meine Arbeit informieren und quasi zur Botschafterin des Projektes“, sagt Kerrin, die auch in der Sylter Rundschau aus Afrika berichten wird.

 

Wer Kerrins Engagement unterstützen will, kann per Email (kerrin@thomsen-tinnum.de) mit ihr Kontakt aufnehmen oder sich bei der Sylter Rundschau melden.

 

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erstellt am 03.Feb.2014 | 12:00 Uhr

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