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Neubau Feuerwache : Nach 12 Jahren hängt der Richtkranz

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

„Es ist keine Luxusvariante“, betont die Bürgermeisterin der Gemeinde Sylt beim Richtfest der bisher rund 7,3 Millionen Euro teuren neuen Feuerwache. Ende April 2014 soll das rund 4500 Quadratmeter große Gebäude bezugsfertig sein.

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erstellt am 06.Sep.2013 | 06:00 Uhr

„Die Dimensionen dieser Feuerwache lassen staunen“, sagte Petra Reiber beim Richtfest des rund 4 500 Quadratmeter großen und bisher gut 7,3 Millionen Euro teuren Gebäudes. Doch dass die Wache damit überdimensioniert sei, wollte die Bürgermeisterin damit nicht sagen: „Es ist keine Luxusvariante!“ Mit der neuen Feuerwache, in die Westerländer Kameraden schon Ende April einziehen sollen, treibe die Gemeinde die zeitgemäßen Standards des Brandschutzes voran.

„Ich hatte zwischenzeitlich befürchtet, dass die Motivation der Ehrenamtler nachlassen würde“, so die Bürgermeisterin. Denn übers Projekt „Neubau Feuerwache“ wird in Westerland seit zwölf Jahren diskutiert, beraten, gestritten. Gerüchte seien sogar bis nach Husum gedrungen: 2007 landete ein Brief vom Kreises im Rathaus, „in dem ich gefragt wurde, ob die Sylter Feuerwache wirklich 21 Millionen kosten wird und Aufgaben des Kreises übernehmen soll.“ Auch aus den Nachbarwehren habe es Befürchtungen gegeben, Westerland würde mit dem Groß-Projekt ihre Existenz bedrohen. Zum einen sei das nicht so, betonte Reiber, zum anderen habe Neid im Brandschutz keinen Platz.

Nach kurzen Reden von Westerlands Wehrführer Jörg Elias und Gemeindewehrführer Hauke Block sprach Andrea Jens, die in der Kerzenwerkstatt der benachbarten, sich auch gerade im Bau befindlichen, Sylter Werkstätten arbeiten wird, ein Grußwort: „Ich finde es bei meinem Arbeitsplatz wirklich super, dass wir und die Feuerwehr bald so nahe bei einander wohnen.“Anschließend an den Richtspruch konnten sich die zahlreichen Gäste selbst ein Bild von der neuen Wache und ihren sieben Meter hohen Hallen machen. Unter anderem ein Sportraum, nach Geschlechtern getrennte Umkleiden und Sanitärräumen für die Jugendwehren, vier Wohnungen für Ersteinsatz-Kräfte, moderne Arbeitsplätze und eine Atemschutzwerkstatt sollen die rund 100 aktiven Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in ihrer Wache vorfinden. Bisher sei man im Zeitplan, so Bauleiter Norbert Fuchs vom Architektenbüro Johannsen und Fuchs aus Husum. Und da auch die angeblich vom Planungsbürp bbp bei den Kostenberechnungen „vergessene“ Westwand des Gebäudes sowohl mit knapp 370 000 Euro Mehrkosten bewilligt wurde (wir berichteten) und solide steht, scheint dem Einzug im Frühjahr bisher nichts entgegen zu stehen.

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