Jugend auf Sylt : Multipark geht in die nächste Planungsphase

Dänisches Vorbild für den Multipark auf Sylt: der „Skatepark Lemvig“ im Nordwesten von Jütland.
Dänisches Vorbild für den Multipark auf Sylt: der „Skatepark Lemvig“ im Nordwesten von Jütland.

Rollsportpark soll in der südwestlichen Ecke des Sylt Stadions außerhalb der Rundlaufbahn entstehen

shz.de von
24. Juli 2018, 05:06 Uhr

Der desolate Zustand des Sylt-Stadions (wir berichteten) war Thema in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter: „Es ist beschämend, wie es dort aussieht“, ärgerte sich ein Einwohner in der Fragestunde. Auf seine Frage, was unternommen werde, konnte Bürgermeister Nikolas Häckel mit einer guten Nachricht antworten: „Wir konnten erreichen, dass unser Förderantrag frühzeitig genehmigt wurde, so dass wir nun kurzfristig 30 000 Euro in die Sanierung des Stadion investieren werden.

Sofortmaßnahmen würden indes kaum Wirkung zeigen, so der Bürgermeister: „Die Mitarbeiter kommen gegen die Schäden gar nicht an.“ Bevor eine sichtbare Verbesserung eintreten kann, muss also erst saniert werden, „und zwar so, dass die Investitionen nicht durch die ersten Bauabschnitte des geplanten Multiparks hinfällig werden.“

Dass dieser dem Sylt Stadion in den kommenden Jahren schrittweise zu einem ganz neuen Aussehen verhelfen wird, wurde im weiteren Verlauf der Sitzung deutlich: Das Gesamtprojekt Multipark wurde in mehrere Bausteine aufgeteilt, zu denen neben dem Fußball, Basketball, Klettern und der Leichtathletik auch Überlegungen zu einem neuen TSV-Vereinsheim zählen, das mit Räumen für weitere Vereine und einem Jugendzentrum kombiniert werden könnte.

Im ersten Schritt soll aber der Rollsportpark realisiert werden: „Hierzu gibt es bereits recht konkrete Vorstellungen“, erläuterte Gemeindevertreter Stefan Klaus in seinem Sachstandsbericht, „wohingegen bei anderen Themen erst grundlegende Aspekte zu klären sind.“ Entstehen solle der Rollsportpark in der südwestlichen Ecke des Sylt Stadions außerhalb der Rundlaufbahn, „die für diesen Bauabschnitt erforderliche Fläche ist bereits jetzt verfügbar.“

Ganz konkret sollen dort auf einer Fläche von etwa 2300 Quadratmetern drei Bereiche für Skateboard, Inliner & Co. entstehen: Während der „Skatepool“ ein wenig an ein leeres Schwimmbecken erinnert, gleicht der „Snake Run“ einem schlangenförmig geführten Weg mit Rampen an beiden Seiten und ist besonders für Anfänger gut geeignet. Die „Street Area“ ist ein Bereich, der einem Straßenraum nachempfunden ist und Möglichkeiten zum Befahren verschiedener Hindernisse wie Rampen, Treppen oder Geländer bietet.

Für die Gesamtplanung und Ausführung des ersten Bauabschnittes rechnet die Verwaltung derzeit mit Kosten in Höhe von 45 000 Euro. Die Hälfte der Kosten könne über die Aktivregion Uthlande gefördert werden, der Antrag hierzu soll nun im August gestellt werden. Der gemeindliche Eigenanteil könnte anschließend noch weiter reduziert werden: Der Verein Multipark e. V. befindet sich derzeit in Gründung, um zukünftig Sponsorengelder einwerben zu können.

Wann die ersten Skater über den neuen Rollsportpark fahren werden, steht indes noch nicht fest: „Heute geht es in erster Linie um die Förderanträge“, so Bürgervorsteher Peter Schnittgard, „alles Weitere kommt später.“

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