Motorcrosser gründen eigene Jugendgruppe

Stolz ist der Clubvorsitzende auf den Cross-Nachwuchs, der heute eine eigene Jugendgruppe gründet. Foto: MSC
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Stolz ist der Clubvorsitzende auf den Cross-Nachwuchs, der heute eine eigene Jugendgruppe gründet. Foto: MSC

Für die Sylter Motocrosser ist 2009 ein bedeutsames Jahr: Nicht nur, dass der Motor-Sportclub Sylt (MSC) endlich eine Rennstrecke anlegen konnte - auch die Nachwuchsarbeit trägt reiche Früchte: Heute gründet sich im MSC eine eigene Jugendgruppe.

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31. Oktober 2009, 04:59 Uhr

Tinnum | Rasant geht es über Stock und Stein, hoch hinaus auf Sprungschanzen und in Schräglage in die Steilkurven - ein verstecktes Grundstück nahe des Bahndamms ist das Paradies für Crossfahrer: Nach langen Bemühungen gelang es dem Motor-Sportclub Sylt (MSC) - zugleich ein Ortsverein des ADAC - im vergangenen Jahr endlich, ein Grundstück zu finden, auf dem die Crossfahrer ihrer Passion freien Lauf lassen können.

Nach Aufräumarbeiten und der aufwändigen Gestaltung der Rennstrecke konnte diese im Februar in Betrieb genommen werden und hat ihre erste Saison mit Bravour absolviert: "Natürlich gibt es immer noch einiges zu tun, aber wir sind mit dem bisherigen Ergebnis sehr zufrieden", freut sich der MSC-Vorsitzende Michael Leu.

Der Pachtvertrag mit der vormaligen Gemeinde Sylt-Ost war für den 2002 gegründeten und zuvor heimatlosen Club ein Glücksfall. Tatkäftig packten die Mitglieder an und entrümpelten die 1,6 Hektar große Fläche nahe des Tinnumer Sportzentrums zunächst grundlegend, ehe die vom Vorsitzenden am Reißbrett entworfene Rennstrecke in die Realität umgesetzt werden konnte. Mittels schwerer Baumaschinen und Lkw, die die Unternehmer Peter Jacobsen und Dirk Petersen dem Club zur Verfügung stellten, wurden große Mengen von Erdreich bewegt. Nach und nach schälte sich ein 650 Meter langer Parcours heraus, zudem wurde eine 200 Meter lange Strecke für den Cross-Nachwuchs angelegt.

Besonderen Wert legte Michael Leu auf eine variantenreiche Konzeption. So etwa können die Biker auf einer 120 Meter langen Geraden ordentlich Gas geben und dank mehrerer Schanzenhügel bis zu zwölf Meter weite Sprünge vollführen. Mehr noch: "Mit Sand, Grand, Erde, Lehm und Schotter haben wir Böden für unterschiedliche Fahreigenschaften angelegt", erläutert Leu. So sind die Crossfahrer für alle Ansprüche gerüstet, wenn sie bei Wettkämpfen auf dem Festland antreten.

Auch wenn es auf dem MSC-Gelände rasant zugeht, so hat Disziplin Priorität. Der Club hat nicht nur eine klar definierte Streckenordnung erarbeitet, sondern setzt auch auf gute Nachbarschaft: "Um die Geräuschkulisse zu reduzieren, haben wir rund um das Areal einen Lärmschutzwall angelegt. Zudem ist das Training mit Rücksicht auf Anwohner auf feste Zeiten begrenzt." Und auch mit den anderen benachbarten Vereinen verbindet den MSC ein harmonisches Verhältnis.

Rund 50 Mitglieder zählt der MSC inzwischen und der Anteil der Nachwuchsfahrer wächst stetig: Inzwischen sind es bereits 15 rennbegeisterte Kids, die heute ihre eigene Jugendgruppe gründen werden. Dazu passt auch das nächste Vorhaben des Clubs: "Wir werden die Kinderstrecke im kommenden Jahr überarbeiten", stellt der Vorsitzende in Aussicht.

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