zur Navigation springen
Sylter Rundschau

15. Dezember 2017 | 18:51 Uhr

Morsums Wahrzeichen ist marode

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Das Eisboot vom Morsumer Ortseingang wurde jüngst verschrottet und abtransportiert / Ab Frühjahr soll ein neues Boot aufgebaut werden

Zwanzig Jahre lang trotzte es wacker Sturm, Frost und Regen – nun hat das Wahrzeichen am Morsumer Ortseingang den beständigen Kampf gegen die Witterung verloren: „Das Eisboot war zuletzt völlig verrottet und brach schon auseinander“, berichtet Alfred Bartling, der den Blickfang gemeinsam mit seiner Frau Kaike über all die Jahre hegte und pflegte.

Zu Beginn dieser Woche wurde der morsche Kahn zerkleinert und abtransportiert. Klafft auf dem Platz derzeit eine ungewohnte Leere, so soll die Lücke im Frühjahr geschlossen werden: Holdi Schmitz, Vorsitzender des Ortsgestaltungsausschusses der Morsumer Kulturfreunde, gelang es, per Internet einen würdigen Nachfolger aufzuspüren:
Das historische Fischerboot aus Norwegen ist bereits auf Sylt eingetroffen und wird nun bis zur Aufstellung überarbeitet. Neu wird nicht nur das Boot sein, sondern auch dessen Besatzung: „Die Figuren sind ebenfalls sehr lädiert und müssen ersetzt werden“, sagt Bartling. Er stellt seinen Grundstücksteil gern wieder zur Verfügung, während der Ortsgestaltungsausschuss dann die Pflege des Bootes übernehmen wird.

1996 hatten die Morsumer Kulturfreunde den Kahn als Reminiszenz an die Ära der Eisbootfahrer aufgestellt. Die um 1920 gezimmerte Schute wurde mit fünf lebensechten Figuren ausstaffiert, die im Sommer mit Fischerhemden, im Winter mit gelben Regenjacken bekleidet wurden.

Schnell avancierte der schmucke Hingucker bei Urlaubern zu einem beliebten Fotomotiv. „Das Boot wertete nicht nur den Ortseingang auf, sondern trug auch zur Verkehrsberuhigung bei: Viele Autofahrer nahmen den Fuß vom Gaspedal, um die Szenerie genauer zu betrachten“, weiß Bartling.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen