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Morsumer Jäger gegen Ausweisung des Nössekooges als Schutzgebiet

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erstellt am 02.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Morsum | Der Nössekoog sollte kein Schutzgebiet werden, finden die Morsum er Jäger. Sie glauben, dass es durch weiteren Beeinträchtigungen der Nutzung (Sodenentnahme für den First der Reetdächer, Kleientnahme für den Küstenschutz) auch zu erheblichen Wertminderungen der Ländereien kommen werde. Deshalb sprache n sich die Morsumer Jagdgenossen auf ihrer letzten Sitzung einstimmig gegen eine Unterschutzstellung des Nössekooges aus. Da schon jetzt Erträge oder auch Pachteinnahmen die Kosten wie Steuern oder Deichslasten kaum decken würden, und schon viele Hektar verkauft worden seien, werde durch eine Unterschutzstellung die Verkäufe noch erheblich zunehmen, glauben die Jäger. Außerdem befürcten sie, dass die neuen Besitzer die Ländereien nicht bewirtschaften werden. Der Vorsitzende der Jagdgenossenschaft Morsum , Boy Henning Hoffmann sagte dazu: "Der Nössekoog wird mehr und mehr versteppen." Darunter, so der Tenor, werde nicht nur die heimischen Tier- und Vogelwelt zu leiden haben, sondern auch der Tourismus und die einheimischen Bevölkerung. Da neuerdings auf Antrag auch Flächen der Jagd entzogen werden können, bestehe zudem die Gefahr, dass die bisher von den Jägern geleistete Hege und Pflege im Nössekoog auch nicht mehr im bisherigen Umfang möglich sei. Daher sei man der Meinung, so der Vorsitzende, dass eine Unterschutzstellung des Nössekooges weder der Tierwelt, noch dem Menschen dienlich sei.

Morgen ab 19 Uhr gibt es in der Eidumer Vogelkoje eine Podiumsdiskussion zum Für und Wider eines Landschaftsschutzgebietes Nössekoog

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