zur Navigation springen

Naturgarten auf Sylt : Morsumer Gärtnerin geht in den Ruhestand

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Zwei Jahrzehnte hat Dora Glindmeier 3000 Quadratmeter in Morsum bewirtschaftet. Kinder konnten bei ihr die Natur entdecken. Jetzt wurde sie von den Kleinen verabschiedeten.

Wie wachsen Äpfel? Wie sehen Insektenlarven aus, und kann man Blumen essen? All diese Fragen wurden Kindern des Morsumer Kindergartens rund zehn Jahre lang im Naturgarten von Dora Glindmeier beantwortet. Ihr Grundstück, mit Kräutergarten, Obstbäumen und zahlreichen Beerensträuchern, öffnete die 79-Jährige mehrmals pro Woche für die Kleinen.

Jetzt geht Glindmeier in den Ruhestand: „Das ist inzwischen zu viel Arbeit für mich, die 3000 Quadratmeter zu bewirtschaften und mich um alles zu kümmern“, sagt die Frau, um deren Augen sich Lachfalten gebildet haben. Seit 1995 kümmerte sie sich – zunächst mit ihrem Mann – liebevoll um den Garten an der Morsumer Kirche. Für ihre selbstgekochten Marmeladen, die Kräuter und wunderschönen Blumen ist sie inselweit bekannt.

Der Abschied vom Garten fällt ihr nicht leicht. Tränen glitzerten gestern in ihren Augen, als sich die Kinder von ihrer lieb gewonnenen „Tante Dora“ verabschiedeten. Gemeinsam mit ihren Betreuern überraschten sie die Gärtnerin singend und mit einem selbstgebastelten Kunstwerk aus Papier.

Einen letzten Streifzug durch die grüne Oase in Morsum, die direkt neben dem Kindergarten liegt, unternahmen sie zusammen. Das Insektenhotel faszinierte die Kinder am meisten – mit großen Augen suchten sie in dem Holzkasten nach Krabbeltieren. „Die sollen da mal rauskommen“, sagt ein Mädchen. Dora Glindmeier lacht: „Das ist so großartig ,was die für Fragen stellen, die Kleinen“, sagt sie fröhlich. Auch Petra Knuth, Leiterin des Kindergarens, zeigte sich begeistert über die tolle Zusammenarbeit: „Wir haben hier gelebt mit den Kindern in den letzten Jahren“, sagt sie mit einer Spur Wehmut in der Stimme. Ab November wird ein neuer Pächter das Grundstück übernehmen. Naturprojekte will der Kindergarten auch dann weiterhin im Garten organisieren.

zur Startseite

von
erstellt am 27.Okt.2015 | 05:17 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen