zur Navigation springen

Kampf ums Primarhaus : Morsum will Krippe und Kindergarten behalten

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Die Krippe und der Kindergarten in Morsum sollen erhalten bleiben. Nachdem das endgültige Aus für das Primarhaus Anfang diesen Jahres verkündet wurde, wollen die Morsumer weiter um den Erhalt von Krippe und Kindergarten kämpfen.

shz.de von
erstellt am 19.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Die Krippe und der Kindergarten in Morsum sollen erhalten bleiben. Da sind sich die Mitglieder des Ortsbeirates und des Schul-, Jugend- und Kulturausschusses einig. Nachdem das endgültige Aus für das Primarhaus Anfang diesen Jahres verkündet wurde, stellte sich die Frage, was mit dem Kindergarten und der Krippe, die sich im Schulgebäude befinden, geschehen wird.

Der Schulbetrieb in der Grundschule wird zum Ende diesen Schuljahres eingestellt. Somit gilt es, sich auf eine Folgenutzung der Räume im Primarhaus zu einigen.

Die Bürgermeisterin der Gemeinde Sylt, Petra Reiber, schlug auf der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates vor, eine Arbeitsgruppe zu gründen, um eine sinnvolle Lösung zu finden. Schließlich müsse die Folgenutzung mit Kindergarten und Krippe im Gebäude im Einklang stehen. Die Ortsbeiratsmitglieder waren einverstanden und stellten aus jeder Fraktion eine Person für die Arbeitsgruppe. Marcus Kopplin vom Kommunalen Liegenschafts-Management (KLM) und Tobias Wahrenburg vom Träger der beiden Einrichtungen, dem Gemeinnützigen Verein für Jugenderholung Niebüll, werden die Gruppe vervollständigen.

Eine Idee für eine zukünftige Nutzung der Räume gebe es bereits, sagte Klaus Mungard, Vorsitzender des Ortsbeirates. Diese sei am Runden Tisch entwickelt worden. Die Vorsitzenden von 20 Morsumer Institutionen schlugen vor, das Primarhaus in eine neue Feuerwache umzuwandeln. „Dazu könnte man eine neue Halle auf dem Grundstück bauen lassen“, so Mungard. Das derzeitige Feuerwehrgebäude könne dann in Wohnraum umgebaut werden, lautete der Vorschlag. Dieser und weitere Ideen sollen jedoch erst besprochen und abgewogen werden.

Darüber hinaus müsse über die Organisation des Kindergartens und der Krippe entschieden werden, gab Reiber zu bedenken. Sie zitierte aus einem Bericht von Tobias Wahrenburg. Aus diesem geht hervor, dass der Bedarf für die angebotenen Betreuungsplätze in Morsum für Kinder unter drei Jahren gegeben ist – derzeit sind fünf Plätze belegt, im folgenden Jahr werden es laut Prognose neun werden. Für den Kindergarten allerdings sei die Lage bei der aktuellen Belegung (elf Kinder) kritisch. „Nach unserer Prognose würde die Belegung ab dem Kindergartenjahr 2015/2016 jedoch wieder deutlich ansteigen und aus heutiger Sicht sogar die Regelgruppengröße von 20 Kindern übersteigen“, so Wahrenburg.

Bis dahin könnte der Kreis für seine Förderung aus Landes- und Kreismitteln zukünftig eine Mindestbelegung für Kindergartengruppen definieren. Um die Voraussetzung für diese Förderung dennoch zu erfüllen, könnten Kindergarten- und Krippenkinder in einer Familiengruppe zusammengefasst werden. Dies sei eine altersgemischte Gruppe mit bis zu fünf Kindern unter drei und zehn Kindern über drei Jahren. Somit wären Fördergelder und der Standort gesichert.

 

 

 

 

 

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen