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Verkehr auf Sylt : Morsum wehrt sich erfolgreich gegen illegale Parker auf öffentlichen Flächen

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Parkplatz am Muasem Hüs soll künftig bewirtschaftet und von Politessen kontrolliert werden

Die angespannte Situation aufgrund der vielen geparkten Pendler-Fahrzeuge in Morsum (wir berichteten) hat den Beirat des Muasem Hüs zum Handeln veranlasst: Das Gremium beschloss in seiner jüngsten Sitzung deutliche Einschnitte, um die Lage zu entzerren. „Dass es so nicht weitergehen kann, war der einhellige Tenor bei der Sitzung, der auch Bürgermeister Nikolas Häckel beiwohnte“, berichtet der Beiratsvorsitzende Holger Weirup. Denn immer mehr Pendler stellen ihre Firmenfahrzeuge nicht nur auf dem Bedarfsparkplatz im Kurpark ab, sondern blockieren auch den Parkplatz direkt am Muasem Hüs – insbesondere ab dem späteren Nachmittag haben dadurch Kunden des Lebensmittelmarktes oder Gäste des Restaurants das Nachsehen.

Dies wird sich nach dem Willen des Beirats jedoch bald ändern: Der Parkplatz am Muasem Hüs soll als öffentliche Fläche gewidmet werden, was eine Bewirtschaftung ermöglicht. Politessen können dann die Einhaltung der Parkzeiten überwachen. Während die freien Stellplätze mit Parkscheibe maximal drei Stunden belegt werden dürfen, ist die Parkzeit der markierten Parkplätze für Kunden des Edeka-Marktes und der Sylter Bank auf 30 Minuten begrenzt. Der kleinere Parkplatz östlich des Muasem Hüs ist Gästen des Restaurants vorbehalten, was durch ein Hinweisschild entsprechend signalisiert wird. „Die Politessen müssen am Muasem Hüs künftig regelmäßige Kontrollen durchführen – gerade auch in den Abendstunden“, mahnt Weirup. Einschneidend wird darüberhinaus die Neuerung sein, den Bedarfsparkplatz im Kurpark mit einem verzinkten Weidetor zu verschließen. Geöffnet wird dieser Platz dann nur noch im Rahmen von Veranstaltungen.

Am Montagabend hat der Bauausschuss der Gemeinde einstimmig beschlossen, den Parkplatz am Muasem Hüs als öffentliche Fläche zu widmen und damit eine wirksame Maßnahme gegen ungewollte Dauerparker zu schaffen. Abschließend muss auf ihrer Sitzung am 20. Juli noch die Gemeindevertretung zustimmen. Ein ebenfalls positives Votum vorausgesetzt, könnten die Neuerungen voraussichtlich bereits zum 1. August in Kraft treten.

Ob sich die Parkproblematik der Pendlerfahrzeuge dann zum Beispiel in die Wohnstraßen rund um den Morsumer Bahnhof verlagern wird, bleibt allerdings abzuwarten. Holger Weirup plädiert indes für eine grundlegende Klärung: „Um den sichtlich hohen Bedarf abzudecken, müssen Verwaltung und Politik eine solide, dauerhafte Lösung erarbeiten.“ Und diese sollte im Umfeld von einem der drei Bahnhöfe Westerland, Keitum oder Morsum gefunden werden, um das Pendlerparken zu kanalisieren.

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erstellt am 12.Jul.2017 | 05:13 Uhr

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