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Wiedereröffnung : Morsum bekommt seine Mitte zurück

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Nach einer umfassenden, sechsmonatigen Umbauzeit ist das Muasem Hüs ab dem Wochenende für die Öffentlichkeit wieder zugänglich

shz.de von
erstellt am 23.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Der Dorfmittelpunkt des östlichsten Inseldorfs erwacht zu neuem Leben: Sowohl baulich als auch hinsichtlich des Angebots haben sich dabei im Muasem Hüs einige wichtige Neuerungen ergeben. Erfreulich: Mit einem Kostenvolumen von 3,1 Millionen Euro blieb die Kurverwaltung Sylt-Ost als Bauherr – vertreten durch den Geschäftsführer Marcus Kopplin – bei den Kosten für den Umbau rund 300 000 Euro unter dem veranschlagten Betrag.

Die augenscheinlichste Neuerung im Zuge des Umbaus ist die von dem Keitumer Kaufmann Heiner Johannsen betriebene „Edeka“-Filiale, die bereits seit Beginn des Monats geöffnet ist. Auf 270 Quadratmetern finden Kunden hier mehr als 7 000 Produkte, zudem soll auch noch eine Poststation integriert werden.

Nach mehr als drei Jahren Vakanz verfügt Morsum damit wieder über eine Nahversorgung, nachdem der „Edeka“-Markt im Terpstich geschlossen worden war. Schon damals plädierte der Ortsbeirat dringlich für eine Nachfolgelösung. Verworfen wurde letztlich die Variante, für den neuen Lebensmittelmarkt eine separate Hallenkonstruktion neben dem Muasem Hüs zu bauen. Stattdessen wurde nun an die nördliche Seite des Kurhauses eine Stahl-Beton-Konstruktion mit Verblendschale angegliedert.

Aber nicht nur der „Edeka“-Markt zählt zu den neuen Pächtern: Die Morsumer Filiale der „Sylter Bank“ zog aus ihrem bisherigen, unweit entfernten Domizil ins Muasem Hüs um. Mit einer 45 Quadratmeter großen Geschäftsstelle, die einen Schalterbereich ebenso beinhaltet wie den rund um die Uhr zugänglichen Geldausgabeautomaten und Kontoauszugsdrucker, ist man künftig nicht nur für die Bankkunden da, sondern übernimmt zugleich Serviceaufgaben für den Insel Sylt Tourismus-Service – in diesem Zuge wurde die Touristinfo im Eingangsbereich geschlossen.

Ein weiterer Neuzugang ist die Morsumer Ferienwohnung-Vermittlung „Sylter Seestern“ – das Büro von Nadja Lauritzen ist auf Urlaubsdomizile in Morsum, Archsum und Keitum spezialisiert. Seinen angestammten, nun noch etwas vergrößerten Platz behält das Bistro „Kleiner Kaiser“ von Antje und Holdi Schmitz.

Von den Morsumern wird die Wiederbelebung des Muasem Hüs’ bereits sehnlichst erwartet. „Das ist für das Dorf ein riesiger Sprung nach vorne“, bekundet etwa Alfred Bartling. Der rührige Ehrenvorsitzende des Vereins der Morsumer Kulturfreunde freut sich insbesondere darüber, dass das Dorf wieder eine Nahversorgung besitzt. „Löblich ist auch, dass die Neuerungen mit Bewährtem – wie beispielsweise dem Erhalt des Morsum-Zimmers für die Vereine – durchdacht verknüpft wurden.“

Doch nicht nur mit seinem vergrößerten Angebot kann das Muasem Hüs punkten, wie der zuständige Projektleiter Hans-Jürgen Johannsen vom Kommunalen Liegenschafts-Management (KLM) zu berichten weiß: Auch Veränderungen wie etwa der Bau einer zweiten Fluchttreppe, der die Nutzung der verwaisten Galerie ermöglicht, oder der Einbau eines Fahrstuhls sind wichtige Komponenten.

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