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Songwriting-Workshop auf Sylt : Mit Zettel, Stift und Melodie

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Am Wochenende drehte sich in der Musikschule Westerland alles ums Thema Songwriting.

Morgen Abend, 11. Oktober, gibt es um 20.15 Uhr beim Song Ping Pong im Wenningstedter Kursaal³ einen musikalischen Schlagabtausch zwischen mehreren Singer/Songwritern, die gemeinsam auf der Bühne ihre Lieder spielen. Es wird keine Playlist abgesprochen – das Programm entsteht im Moment. Und so ist dieses Konzert einmalig und abhängig von den Teilnehmern, den gerade ausgewählten Songs und der Stimmung im Publikum.

Als einer der Musiker auf der Bühne wird Lennart Salomon zu sehen sein, der am vergangenen Wochenende zum Workshop „Songwriting“ ins „Kleine Musiktheater“ in die Sylter Musikschule lud. Der Hamburger Musiker, Songwriter und Produzent ist ein echter Inselfan, war bereits zwei Mal in der Jury des Henner-Krogh-Förderpreises und hat somit einen tiefen Einblick in die Sylter Musikszene. Er selbst ist in diversen musikalischen Projekten aktiv und gibt seine Erfahrungen aus siebzehn Jahren Musikkarriere gerne weiter.

... Lennart Salomon.
... Lennart Salomon. Foto: Promo

Elf Teilnehmer von 12 bis 63 Jahren kamen ins „Kleine Musiktheater“, um von diesen Erfahrungen zu profitieren. Ihre Motivationen erstreckten sich von allgemeinem Interesse am Schreiben, über Fragen wie: „Wie füge ich Text und Melodie zusammen?“ oder „wie runde ich ein geschriebenes Lied richtig ab?“ Und manchmal kann der Anfang so simpel sein: „Der erste Schritt ist: Einfach machen und loslassen“, so Lennart Salomon. Würde man diesen Leitsatz im Hinterkopf behalten, seien die weiteren Schritte greifbarer und einfach Übungssache: „Songwriting ist vor allem Handwerk. Es muss geübt werden und klappt nicht von Anfang an.“ Dranzubleiben und den Moment der Kreativität so lange wie möglich aufrechtzuerhalten sei das Entscheidende. Alles andere käme mit Erfahrung und durch Ausprobieren. „Schnappt euch Zettel und Stift - mehr braucht ihr erst einmal nicht.“ Kleine Kniffe, wie den Wechsel von der Ich-Perspektive in die Rolle des Erzählers kann einem Song schon eine neue Wirkung geben. Aber auch bestimmte Akkordfolgen und Änderungen transportieren ganz unterschiedliche Emotionen. So kann aus einer fröhlichen Melodie eine traurige werden, aus einer abgeschlossenen Strophe eine Frage entstehen.

Eine ausgewogene Mischung aus Theorie und Praxis machte den Workshop unterhaltsam, informativ und kreativ. Durch die gute Zusammenarbeit der Musiker vor Ort entstanden spontan drei Songs, bei denen die neugewonnen Erfahrungen angewendet werden konnten. „Das Leben bietet so viele Möglichkeiten und Situationen, aus denen Songs entstehen können. Man muss sie nur erkennen und nutzen!“

Lennart Salomon stand das ganze Wochenende seinen „Schülern“ mit Rat und Tat zur Seite und war am Ende mindestens genauso zufrieden wie Teilnehmer und Veranstalter: „Ich bin verdammt stolz auf Euch! Ihr habt in dieser kurzen Zeit eigene Songs geschrieben, die sich wirklich sehen lassen können.“ Auch Ron Glauth vom Verein Sylter Bands, der diese Veranstaltung in Vorfeld geplant hatte, sagte: „Die Kreativität auf Sylt ist so hoch und sollte durch diese Art von Veranstaltungen unbedingt gefördert werden. Auch in Zukunft möchten wir Musiker zusammenbringen und einen Raum für Austausch zu schaffen.“

Der Workshop konnte dank der Kooperation des Vereins Sylter Bands und der Musikschule Sylt stattfinden. Überhaupt erst ermöglicht wurde er durch die finanziellen Unterstützung der Henner-Krogh-Stiftung.

 


Morgen Abend gibt es ein Song Ping Pong der besonderen Art: Dirk Hess, Mirko Michalzik, Lennart A. Salomon und Cellist Niklas Hardt präsentieren ein Balladen-Special. Karten gibt es für 18 Euro an allen VVK-Stellen, im Internet und an der Abendkasse.


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