Mit vereinten Kräften gegen das Müllproblem

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19. März 2011, 08:34 Uhr

Sylt | 4000 Jahre braucht das Meer, bis es eine Bierflasche zersetzt hat. Bei einer Dose aus Aluminium dauert es immerhin 200 bis 500 Jahre. Solche Fakten lernt man derzeit im Braderuper Naturzentrum und erfährt damit gleich, warum es so wichtig ist, sich an der Strandreinigungsaktion des Surfclubs Sylt zu beteiligen. Die findet - in Kooperation mit der Surfrider Foundation Europe - am kommenden Sonntag, 27. März, auch wieder an Sylter Stränden statt und ist gleichzeitig einer der Höhepunkte der von der Naturschutzgemeinschaft Sylt (NSG) veranstalteten Naturwoche (Freitag, 25. März bis Mittwoch, 30. März). Für Groß und Klein ist die Woche gespickt mit zahlreichen Veranstaltungen wie Heidewanderungen, Morsum-Kliff-Führungen, Wattwanderungen oder einer naturkundlichen Fahrradtour. Die Sylter Rundschau wird die Veranstaltungen für jeden Tag einzeln ankündigen.

Warum es so wichtig ist, Flaschen, Dosen, Plastik und weiteren Müll von den Stränden aufzusammeln, verdeutlichte Werner Mansen, Geschäftsführer der NSG, seinen Mitarbeitern und Mitgliedern des Surfclubs am Beispiel des Eisvogels: "Es gab schon viele Fälle, in denen diese Vögel ihre Küken mit Plastikteilen fütterten, weil sie nicht unterscheiden konnten, ob es Futter ist oder nicht. Der Nachwuchs hatte dann zwar einen vollen Magen, aber verhungerte, da ihm überlebenswichtige Nährstoffe fehlten."

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