Aidsgala auf Sylt : Mit Schwung durch die Partynacht

Auf der MS 'Koi' im Hörnumer Hafen wurde die 19. Sylter Aids-Gala gefeiert.
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Auf der MS "Koi" im Hörnumer Hafen wurde die 19. Sylter Aids-Gala gefeiert.

Bei der 19 Aidsgala feierte das Partyvolk am Wochenende bis in die frühen Morgenstunden auf der MS „Koi" in Hörnum.

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01. Dezember 2014, 05:05 Uhr

Knallrot auf schwarzem Winterwasser: Bei den Besuchern der 19. Aids-Gala sorgte allein der Anblick der auffällig beleuchteten MS „Koi“ im Hörnumer Hafen schon bei der Ankunft für gute Laune. Und die Stimmung hielt: Rund 400 Sylter und Gäste feierten im stylischen Partyschiff der Adlerflotte zu Musik der „Soulisten“ bis in die frühen Morgenstunden.

Der ernsthafte Hintergrund der Veranstaltung ging bei aller Unbeschwertheit nicht unter: Elke Wenning, Vorsitzende der Sylter Aidshilfe, bedankte sich sichtlich bewegt bei den Sponsoren und Schirmherren des Abends, die es gemeinsam mit den Besuchern möglich machen, dass die Beratungsstelle auf der Insel finanziell abgesichert durch ein weiteres Jahr kommen kann. 2014 sei für die Sylter Aidshilfe kein leichtes Jahr gewesen, betonte Wenning: Unter anderem habe sich die Beratungsstelle neue Räume suchen müssen, nachdem ihnen ihr Vermieter gekündigt hatte. Dass sie nun kostenfrei in der Nordseeklinik untergebracht seien, dafür sei sie sehr dankbar. Dem Kampf gegen die Krankheit selbst und gegen die Vorurteile, die HIV–positiven Menschen immer noch entgegenschlagen, möchte sich Elke Wenning nur noch für eine begrenzte Zeit stellen. Nach der Jubiläumsgala im kommenden Jahr wird für die Sylter Aidshilfe eine neue Leiterin gesucht. Wie viel die Insel Elke Wenning und ihrem Engagement zu verdanken hat, zeigte sich auch schon bei dieser Veranstaltung an dem aufbrandenden Applaus, mit dem ihr nach ihrer Rede gedankt wurde. Bei Leckereien unter anderem von Gosch und den Sylter Köchen Jens Lund und Thorsten Müller erkundeten die Besucher die „Koi“, trafen auf alte und neue Bekannte und fingen spätestens ab zehn Uhr an, auf dem Partydeck zu tanzen. Ins Schwanken gerieten die Besucher dabei höchstens durch einen Schluck zu viel Prosecco – die hohe See bekam das Partyschiff an diesem Abend nicht zu sehen.

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