Spendenaktion : Mit Kochlöffeln gegen Leukämie

Alessandro und  Filiz Pape(l.) und Robert Jopp (r.) überreichten einen Scheck über 5000 Euro an Ulrike Bergmann (2.v.r.).
Alessandro und Filiz Pape(l.) und Robert Jopp (r.) überreichten einen Scheck über 5000 Euro an Ulrike Bergmann (2.v.r.).

Fährhaus-Küchenchef Alessandro Pape und Hoteldirektor Robert Joop haben Kochkurse versteigert und so 5000 Euro für die DKMS gesammelt

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23. September 2013, 18:09 Uhr

Mit Wattestäbchen gegen Leukämie. So wirbt die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) um potentielle Lebensretter. Um Menschen, die Leukämiepatienten Knochenmark spenden. Mit dem Kochlöffel gegen Leukämie. So könnte man die Aktion nennen, die Alessandro Pape, Küchenchef im Munkmarscher Fährhaus, im vergangenen Sommer startete: Bei einer Abendveranstaltung verlosten beziehungsweise versteigerten er und Hoteldirektor Robert Jopp unter anderem Kochkurse. Die Einnahmen daraus, 5000 Euro, überreichten die beiden am Montag an Ulrike Bergmann. Die Morsumerin spendete vor rund zehn Jahren Knochenmark und gehört seitdem zum Unterstützerkreis der DKMS. Sie berichtet: „Von dem Geld kann die DKMS die Typisierung von 100 weiteren Spendern bezahlen.“

Im Juni hatte auf Sylt die Aktion „Berat will leben“, bei der ein Knochenmarkspender für den zweijährigen Jungen aus Westerland gesucht wurde, für einen wahren Ansturm gesorgt: Rund 1200 Einheimische und Gäste ließen sich typisieren (wir berichteten). Pape erzählt: „Meine Frau und ich kennen die Eltern von Berat und wollten ihnen helfen. So kamen wir auf die Idee.“ Für Berat wurde ein Spender gefunden. Vor vier Wochen, so Pape weiter, bekam er die hoffentlich lebensrettenden Stammzellen aus dem Knochenmark seines genetischen Zwillings übertragen.

Damit noch mehr Krebspatienten auf Heilung hoffen können, bietet die DKMS über das Internet (www.dkms.de) die Zusendung eines Registrierungssets an. Mit den darin enthaltenen sterilen Wattestäbchen kann jeder Mensch im Alter zwischen 18 und 55 Jahren durch einen Abstrich der Mundschleimhaut seinen genetischen Fingerabdruck zur Typisierung einschicken.

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