"Mit einer Karbon-Schiene gehts vielleicht"

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11. September 2011, 12:44 Uhr

Hanstholm/Sylt | Der deutsche Windsurfer Klaas Voget (32) hat sich beim Training im dänischen Hanstholm, zehn Kilometer nördlich von Klitmøller, den Mittelfußknochen gebrochen. Noch ist er guter Dinge, dass die Verletzung bis zum Surf World Cup auf Sylt (23. September bis 2. Oktober) so weit ausgeheilt ist, dass er um einen Platz auf dem Treppchen mitfahren kann.

Herr Voget, wie geht es Ihnen?

Klaas Voget: Ganz gut. Die Verletzung ist natürlich total ärgerlich, ausgerechnet jetzt.

Wie ist es denn genau passiert?

Wir sind alle gerade in Dänemark und bereiten uns auf den hier stattfindenden Wettkampf vor. Mittwoch war ein ganz normaler Trainingstag. Ich bin eine kleine Welle abgefahren, die ganz unerwartet auf einer Sandbank brach. Und da hat sich das Board sehr schnell umgedreht, und da ich aufrecht drauf stand, bekam ich den Fuß nicht mehr raus...

Konnten Sie noch zum Strand surfen? Oder wie sind Sie zurück gekommen?

Ich bin ein bisschen geschwommen und kroch beziehungsweise hinkte den Strand entlang, bis mir Leute dann geholfen haben.

Sie haben sich trotz Ihrer Verletzung nicht vom Worldcup auf Sylt abgemeldet?

Nein. Ein befreundeter Oberarzt aus Kiel hat sich die Bilder angeguckt, die im dänischen Krankenhaus gemacht wurden, und sagte, ich könne ganz optimistisch sein. Das wichtigste sei, dass die Schwellung weggeht und ich meinen Fuß viel hoch lege und ruhig halte.

Mit Gips surft es sich im allgemeinen nicht so gut...

Na ja, nach etwa vier Wochen hat der Knochen wieder eine gewisse Stabilität und wenn ich dann mit einem Schutz einer Karbon-Schiene oder ähnlichem fahre, geht das vielleicht.

Dann spekulieren Sie also auf ein windiges zweites Sylt-Wochenende?

Genau. Dann ist die Chance am größten, dass ich wieder einigermaßen fit bin. Bis dahin versuche ich mich abzulenken, indem ich Freunde beim Worldcup unterstütze.

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