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Besondere Ehrung : Mit der Sylter Sprache eng verbunden

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Renate Schneider wird mit dem C.-P.-Hansen-Preis 2014 ausgezeichnet.

shz.de von
erstellt am 01.Okt.2014 | 05:23 Uhr

Die Sylter Sprache ist ihre Wegbegleiterin seit frühester Kindheit, das Hochdeutsch erlernte sie erst in der Schule. Bis zum heutigen Tage widmet sich Renate Schreiber dem Söl'ring in vielfältiger Weise, und dieses Engagement wird auf besondere Weise belohnt: Am 7. Dezember darf die gebürtige Keitumerin den renommierten C.-P.-Hansen-Preis entgegen nehmen.

Als ihr die Vorsitzende der Söl'ring Foriining, Maren Jessen, die frohe Kunde überbrachte, war Renate Schneider zunächst „völlig überrascht. Und dann kam die Freude.“ Die diesjährige Preisträgerin steht damit in einer langen Reihe namhafter Sylterinnen und Sylter, die mit dem – 1960 erstmals ausgelobten – Preis bedacht werden.

Das Kuratorium hatte sich für Renate Schneider entschieden, „um ihren kontinuierlichen Einsatz für den Erhalt des Söl'ring durch Öffentlichkeitsarbeit für die Sprache im Kulturbereich der Insel und des Festlandes zu würdigen“. Überreicht wird der nach dem bekannten Sylter Chronisten Christian Peter Hansen benannte Preis am 7. Dezember im Rahmen eines Festaktes im Keitumer Kulturhaus.

Mit der Sylter Sprache und Kultur ist die heute 65-Jährige seit jeher eng verbunden. Und vielleicht war es ein Fingerzeig, dass sie als junges Mädchen quasi Wand an Wand mit der Sylter Geschichte wohnte, als ihre Eltern in Keitum das Sylter Heimatmuseum bezogen und betreuten.

Als Schülerin gewann Renate Schneider gleich drei Mal den C.-P.-Hansen-Jugendpreis, bereicherte viele Veranstaltungen mit friesischen Vorträgen und Gedichten.

Nach ihren beruflichen Tätigkeiten als Handweberin und später als Hauswirtschafterin stellte sie sich ab 2002 für zehn Jahre in den Dienst der Söl'ring Foriining und führte wie einst ihre Mutter Besucher durch das Heimatmuseum.

Ebenfalls seit 2002 verfasst Renate Schneider für die Sylter Rundschau regelmäßig die friesische Kolumne „Harki jens tö“. Den thematischen Fundus schöpft sie – wie auch für ihre Beiträge bei zwei Radiosendern – aus der Historie und aus dem täglichen Leben: „Man muss halt nur mit offenen Augen und Ohren durch die Welt gehen.“

Last but not least erteilt die agile Jungseniorin beständig kostenlosen Söl'ring-Unterricht für Anfänger und Fortgeschrittene. Denn die Heimatsprache liegt ihr besonders am Herzen: „Stirbt diese, stirbt auch ein Teil der Sylter Identität.“

Auch künftig wird Renate Schneider gern ihren Teil dazu beitragen, eben dies zu verhindern. So hat sie etwa ein reizvolles Projekt im Kopf: „Ich würde gerne meine schönsten Kolumnen in Buchform veröffentlichen – und zwar sowohl in friesischer Sprache als auch in deutscher Übersetzung.“


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