Schrägaufzug : Mit dem Aufzug an den Strand

Die Haupttreppe ist in die Jahre gekommen und muss ersetzt werden.  Foto: Syltpicture
Die Haupttreppe ist in die Jahre gekommen und muss ersetzt werden. Foto: Syltpicture

Der Tourismus-Service Wenningstedt will die Haupttreppe ersetzen. Ein Lift soll für mehr Barrierefreiheit sorgen.

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26. Februar 2013, 07:57 Uhr

Wenningstedt | Am Strand zu sitzen und aufs Meer zu schauen ist eines der beliebtesten Urlaubsvergnügen auf Sylt. Für viele Gäste ist das aber nur schwer machbar. Gehbehinderungen, Kinderwagen oder einfach nur das Alter erlauben es ihnen nicht, über die Treppen an den Strandübergängen hinunter in den Sand zu spazieren. Für Henning Sieverts, Geschäftsführer des Wenningstedter Tourismus-Service ein Grund, beim Bau einer neuen Haupttreppe neue Wege zu beschreiten.
Ein Schrägaufzug soll in die neue Treppe integriert werden, um jedem den Zugang zur ersten Strandkorbreihe zu ermöglichen. "Das trägt auch unserem Anspruch als Generationenbad Rechnung", erklärt Sieverts. Ein Ersatz für die mittlerweile rund 30 Jahre alte Haupttreppe habe ohnehin angestanden - "die ständigen Reparaturen rechnen sich einfach nicht mehr". Da habe es sich angeboten, den Strand in Wenningstedt allen Besuchern zugänglich zu machen.
Wichtig ist Henning Sieverts, dass sich Treppe und Aufzug "harmonisch in das Landschaftsbild einfügen". Deshalb soll die neue Treppe wieder aus Holz bestehen und der Aufzug nicht senkrecht, sondern schräg zum Strand hinunter führen. Das ist laut Sieverts nicht nur schöner, sondern technisch auch besser zu realisieren. Bevor er der Öffentlichkeit aber das Modell der neuen Treppe vorstellen kann, will er seine Pläne zunächst von der Unteren Naturschutzbehörde und dem Landesbetrieb für Küstenschutz absegnen lassen.
Auf jeden Fall sind die Pläne bereits so weit, dass Henning Sieverts damit rechnet, noch in diesem Jahr mit der Umsetzung zu beginnen. Die Finanzierung wird zum Großteil aus dem Haushalt des Tourismus-Service getragen. Zusätzlich sollen für den Aufzug Fördermittel vom Land und der EU beantragt werden. Wenn alles dann so klappt, wie es sich Henning Sieverts vorstellt, wird das Ergebnis seiner Meinung nach "total schön und stimmig".

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