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Verkehrsminister auf Sylt : Ministerieller Straßen-Check

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) als Straßentester: Donnerstag überprüft er die Verwendung von 1,7 Millionen Euro für die Sanierung der Sylter Landesstraße - und informiert sich über Umzugspläne des LBV.

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erstellt am 18.Okt.2013 | 06:00 Uhr

Für Verkehrsminister Reinhard Meyer ist die Landesstraße 24 auf Sylt ein gutes Beispiel dafür, wie es insgesamt um die schleswig-holsteinischen Straßen bestellt ist. „Es gibt Abschnitte wie von Hörnum bis Rantum, die sind in einem guten Zustand, weil sie rechtzeitig in Stand gehalten wurden, dann gibt es Bereiche wie zwischen Rantum und Westerland, die in keinem guten Zustand sind, und es gibt die Teile, die dringend gemacht werden müssen, wie der Abschnitt, den wir hier auf Sylt gerade fertig gestellt haben“, erklärte Meyer, nachdem er gestern – von Amrum kommend – die L 24 von Hörnum bis Westerland kennen gelernt hatte.

Sylt besuchte er unter anderem deswegen, weil hier in den letzten Wochen 1,7 der insgesamt fünf Millionen Euro verbaut wurden, die das Land vorzeitig für die Sanierung besonders wichtiger Straßen bereitgestellt hatte. Von der sinnvollen Verwendung des Geldes überzeugte sich der Minister bei einer kurzen Testfahrt auf der so gut wie fertig sanierten Straße. Mit bis zu 15 000 Fahrzeugen am Tag und einem Jahresdurchschnitt von 9 000 Fahrzeugen pro Tag gehören die zwei Kilometer zwischen Flughafen-Kreuzung und Keitumer Landstraße landesweit zu den am stärksten frequentierten. Meyer: „Weil das Land die letzten 20 Jahre zu wenig getan hat, muss bei mindestens einem Drittel unserer Straßen eigentlich sofort etwas gemacht werden. Das Bewusstsein der Politik dafür ist mittlerweile da, jetzt muss auch mehr investiert werden.“

Den Besuch beim Sylter Stützpunkt des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr (LBV) in Tinnum nutzte der Minister zugleich, um sich über die Pläne für eine Umsiedelung des Stützpunktes zu informieren. Am jetzigen Standort unmittelbar neben dem Bahnübergang am Königskamp gibt es besonders im Winter Probleme, weil dort aus Lärmschutzgründen erst ab sechs Uhr morgens die Arbeit aufgenommen werden darf. Zudem gibt es einen erheblichen Sanierungsstau. „Wir würden den Standort lieber heute als morgen verlegen, um wirtschaftlicher und besser arbeiten zu können“ , erklärte Carsten Carstensen, Leiter Fachbereich Hochbau beim LBV. Ein geeignetes Grundstück haben die Straßenbauer und -unterhalter, in deren Verantwortungsbereich auch die Kreisstraßen und Radwege gehören, bereits ins Auge gefasst. Und auch die Pläne für eine gemeinsame Nutzung mit dem Landesbetrieb für Küstenschutz liegen bereits in der Schublade. Einziges Problem: Das Alternativgrundstück, die sogenannte Alte Landwirtschaft südlich der neuen Westerländer Feuerwache und unmittelbar an der L 24, gehört dem Flugplatz-Zweckverband und ist Bestandteil der Verhandlungen zwischen Land und Inselgemeinden über die künftige Nutzung der Sylter Landesliegenschaften (wir berichteten).

Obwohl die Verhandlungen federführend von Innen- und Finanzministerium geführt werden, gab sich Mayer gestern zuversichtlich, dass sich eine Lösung im Interesse aller Beteiligten finden lasse. „Es sollte allen klar sein, dass das Land keine Grundstücke verschenken kann, im Gegenzug aber auch keinen Reibach machen will.“ Geht es nach dem LBV könnten die Mittel für den Neubau bereits für den Haushalt 2014 angemeldet werden. „Ich glaube, auf Sylt ist vielen Leuten gar nicht klar, welche Aufgaben hier von gerade einmal vier Leuten bewältigt werden“, brach der Minister eine Lanze für das kleine Sylter Team des LBV.

Um das gesamte Spektrum seiner ministeriellen Tätigkeit, zu der neben dem Verkehr auch die Wirtschaft und der Tourismus gehören, ging es gestern Nachmittag beim Gespräch mit dem Vorstand des Vereins Sylter Unternehmer. Mehr darüber lesen Sie in unserer morgigen Ausgabe.

 

 

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