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„Dumm, respektlos und peinlich“ : Minister Habeck entschuldigt sich bei Gabriele Pauli

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Er schäme sich: Nach einer Äußerung über die Sylter Bürgermeisterkandidatin Gabriele Pauli entschuldigt sich der Umweltminister.

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erstellt am 09.Okt.2014 | 05:14 Uhr

Betreff: Entschuldigung. In einem handschriftlichen, aufrichtig betroffen wirkenden Brief entschuldigt sich Robert Habeck bei Gabriele Pauli. Eine Äußerung über die Sylter Bürgermeisterkandidatin, die er einem Journalisten „schlecht gelaunt“ hingeworfen habe, beurteilt der schleswig-holsteinische Umweltminister im Nachhinein als „dummen, respektlosen und letztlich peinlichen Schritt“, für den er sich „sogleich schämte“.

Was war geschehen, was hatte Habeck gesagt? Vor knapp einem Monat befragte ein Journalist der Deutschen Presse-Agentur den Grünen, was er von der Kandidatur der ehemaligen Fürther Landrätin halte: „Als Norddeutscher würde ich keine Bayerin wählen“, sagte Habeck knapp – einen Satz, der ihm offenbar danach Leid tat. In seinem auf den 20. September datierten Entschuldigungsschreiben zollt er Pauli „Respekt“ für ihr „damaliges Aufbegehren in der CSU“, er wisse zudem, dass sie „als sehr tüchtige und erfolgreiche Landrätin gelte“. Bei der Empfängerin kam die in blauer Tinte festgehaltene Reue gut an: Der Brief sei „wunderbar formuliert und sehr honorig“, sagte Pauli. Sie sei von diesem Schreiben positiv überrascht worden.

Hatte sie die Äußerung des ihr bisher persönlich unbekannten Ministers denn zuvor gekränkt? Nein, beteuert Pauli, allerdings sei sie beim Lesen erstaunt gewesen, dass sich gerade ein Politiker der als weltoffen geltenden Grünen so eine Geisteshaltung an den Tag legen könne, so die ehemalige CSU-Politikerin. Vor allem dieses Bild will Habeck mit seinem Schreiben gerade rücken: Er beurteile Menschen „aufgrund ihrer Eigenschaften und Fähigkeiten, nicht nach ihrer landsmannschaftlichen Zugehörigkeit.“ Das passt auch besser in Paulis Bild vom Norddeutschen. Der sei doch generell recht offen – zumindest habe sie dies in den vergangenen Wochen auf Sylt so erlebt.

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