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„Meine Eltern haben mir gesagt: Mach etwas, das dir Spaß macht“

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Ausbildung auf der Insel: In einer neuen SR-Serie stellen wir ganz unterschiedliche junge Leute vor, die hier ins Berufsleben starten. Heute berichtet Kevin Jacobsen über seine Lehre im Technikhaus von H.B. Jensen

Kevin Jacobsen (19) wohnt in Langenhorn und pendelt täglich zu seinem Ausbildungsbetrieb nach Westerland. Im H. B. Jensen Technikhaus erlernt er im zweiten Ausbildungsjahr den Beruf des Verkäufers und spezialisiert sich dort auf die Radio- und TV-Abteilung.


Warum haben Sie sich für diese Ausbildung entschieden?
Zum einen, weil ich mich gerne mit Menschen unterhalte, zum anderen, weil ich mich für Unterhaltungselektronik und Technik interessiere.

Welchen Einfluss hatten Elternhaus, Schule und Medien auf Ihre Berufswahl?
Eigentlich keinen. Meine Eltern haben mir immer gesagt: Mach etwas, das dir Spaß macht. Ich habe schon in der Schulzeit viele verschiedene Praktika gemacht und habe schnell gemerkt, dass Technik mein Ding ist. Als ich eine Anzeige von H.B. Jensen gesehen habe, habe ich mich als Ferienjobber hier beworben und konnte dann meine Ausbildung antreten.


Wie entscheidend war für Sie die Lehrstelle in diesem Betrieb?
Das Technikhaus ist schon sehr interessant und beeindruckend, was die Größe, Organisation und Anzahl der Markenartikel angeht. So viel hochwertige Technik findet man in kleinen Betrieben eher selten.

Hätten Sie den Beruf auch ergriffen, wenn Sie nicht hier hätten lernen können?
Ich denke schon. Ich hätte mich dann auf dem Festland bei anderen großen Firmen wie Euronics, Mediamarkt oder Saturn beworben.


Wie wichtig ist es für Sie, dass Ihre Lehrstelle auf Sylt ist?
Ich mag die Insel einfach. Ich habe hier oft meine Ferien verbracht und pendele jeden Tag gerne hier her, weil ich eine gute Anbindung habe. Auf Sylt hat man zudem einen interessanten Kundenstamm, der Wert auf hochwertige Technik legt und auch gerne mal größere Aufträge erteilt, die einen herausfordern.

Wie würden Sie Ihr Verhältnis zu den Ausbildern beschreiben?
Als sehr gut. Hauptsächlich arbeite ich mit dem Abteilungsleiter Herrn Nielsen zusammen oder mit dem Technikhausleiter Herrn Hoffmann. Aber auch Frau Klössler als Azubi-Beauftrage und Herr Boettiger als Ausbilder stehen immer als Ansprechpartner zur Verfügung.


Wie unterstützt Ihr Lehrbetrieb Ihre Ausbildung?
Neben den internen Lehrgängen wie Verkaufsschulungen, gibt es auch Firmenschulungen auf dem Festland und Produktschulungen von Lieferanten. Dort werden technische Details erklärt, die wir dann an andere Kollegen und natürlich an den Kunden weiter geben.


Wie würden Sie das Betriebsklima beschreiben?
Das ist prima. Wir Kollegen helfen uns untereinander immer weiter und fahren oft zusammen mit dem Zug. Da haben wir Zeit für Privates und auch für Gespräche über technische Neuerungen.

Wie empfinden Sie Ihre Arbeitszeiten?
Als entspannt. Ich steige um kurz vor acht in Langenhorn in den Zug, habe Zeit zum Lesen und Lernen und beginne um halb zehn zu arbeiten. Feierabend ist je nach Saison mal um 19 Uhr oder auch früher. Und in der Nachsaison haben wir auch sonntags frei und machen sonnabends um 14 Uhr Feierabend. Da ist es halb so wild, wenn man im Sommer sechs Tage durcharbeitet.

Was macht Ihnen am meisten Spaß?
Natürlich der Verkauf und das Organisieren von Großaufträgen. Wenn wir zum Beispiel mehrere Appartements mit Unterhaltungstechnik ausrüsten oder ein Kunde ein komplettes Soundsystem bestellt, das macht mir Spaß.

Welche Fortbildungs- und Aufstiegschancen haben Sie?
Wenn ich nach zwei Jahren Verkäufer bin, kann ich mich im dritten Jahr zum Einzelhandelskaufmann weiterbilden und dann noch den Handelsfachwirt anschließen. Ich möchte mich auf jeden Fall ständig weiterbilden – Ehrgeiz ist jedenfalls vorhanden.


Was ist das Besondere an Ihrem Ausbildungsbetrieb?
Die Markenvielfalt. Und auch die lange Tradition des Unternehmens, das auf eine 158-jährige Geschichte zurück blicken kann – das ist beeindruckend.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Dass ich mal eine Führungsposition in einem namhaften Unternehmen inne habe oder vielleicht sogar mein eigenes Technik-Geschäft besitze.

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erstellt am 26.Sep.2013 | 00:36 Uhr

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