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Sylter Rundschau

12. Dezember 2017 | 07:44 Uhr

Jugend auf Sylt : Mehr Raum für Aktivitäten

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Die „Interessengemeinschaft Multipark Sylt“ setzt sich für einen neuen Generationen-übergreifenden Platz für Freizeitsportarten ein

Einen Ort schaffen, an dem Kinder und Jugendliche skaten, Basketball spielen und klettern können – das ist das Ziel der „Interessengemeinschaft Multipark Sylt“. Nach den Vorbildern verschiedener öffentlicher Plätze an den Küsten Portugals, Hollands oder Dänemarks soll der Multipark frei und offen zugänglich sein für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren.

Der Impuls, etwas für die Sylter Jugend tun zu wollen, ist nicht neu. Es wurden bereits viele Versuche gestartet und teilweise wieder verworfen.

Die konkrete Idee eines Multiparks entstand im letzten Winter, als verschiedene Eltern den Bedarf für ein solches Projekt erkannt haben. Daraus bildete sich die „Interessengemeinschaft Multipark Sylt“ um Gernot Westendorf, Thomas Urmersbach und Stefan Hilpert. „Wir wollen einen modernen, sozialen Treffpunkt auf der Insel schaffen, der Gleitsportarten eine Heimat gibt, aber auch anderen Trendsportarten wie Basketball, Gleichgewichts- und Kletterparcours Platz bietet“, erklärt Westendorf.

Der „Skatepark Lemvig“ im dänischen Lemvig vereint beispielsweise eine großzügige Fläche zum Skaten mit einem Basketballspielfeld, verschiedenen Kletterelementen, die sowohl zum Spielen, als auch zum Fitnesstraining genutzt werden können. So einen Ort möchte man auch auf Sylt realisieren. Eine Skatefläche soll entstehen, die sowohl von Skateboards, BMX-Rädern, Kickboards und Inlineskates genutzt werden kann und damit junge Generationen anzieht. Ältere Generationen sollen allerdings ebenfalls angesprochen werden – durch Elemente, die beispielsweise auch als Outdoor-Fitnessgeräte genutzt werden können.

Öffentliche Treffpunkte im Freien seien von großer Bedeutung für die persönliche Entwicklung und das Erlangen sozialer Kompetenz von Kindern und Jugendlichen, betont Thomas Urmersbach.

Gerade in Zeiten medialer Überflutung soll der Mulitpark Sylt ein familienfreundlicher und attraktiver Treffpunkt für alle Generationen werden, der auch den Zusammenhalt und Gemeinsinn in der Gemeinde stärkt.

Frei und offen zugänglich für Einheimische und Gäste, wird der Multipark Sylt eine Anziehungskraft über die Grenzen der Insel haben. „Heute werden Urlaubsreisen in Familien zusammen mit den Kindern entschieden und maßgeblich durch solche Angebote beeinflusst“, erklärt Urmersbach.

Auch innerhalb der Gemeindevertretung stößt die Idee des Multiparks auf offene Ohren. „Die Parteien SSW, SPD und Bündnis 90/Grüne haben bereits ihre Unterstützung zugesagt. Mit den Parteien CDU und SWG stehen wir im Kontakt und freuen uns gegenseitig auf die kommenden Gespräche. Die Grundstimmung ist sehr aufgeschlossen “, berichtet Gernot Westendorf.

Als Standort für den Multipark hat die Interessengemeinschaft das Südwäldchen in Westerland vorgeschlagen. Diese Entscheidung ist allerdings nur vorläufig und beruht lediglich darauf, dass die Fläche bereits der Gemeinde gehört und dort momentan eine Halfpipe steht. Deren aufgesplitterte Platten seien zwar kürzlich wieder befestigt worden, die ganze Halfpipe aber im veralteten Stil der 80er Jahre und weit entfernt vom geplanten Projekt des Multiparks, beschreibt Westendorf den Zustand.

Die „Interessengemeinschaft Multipark Sylt“ blickt optimistisch in die Zukunft. „Wir sind auf einem guten Weg und freuen uns über jeden Fortschritt“, lobt Thomas Urmersbach.



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