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Bauarbeiten auf Sylt : Mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Bis Ende Mai wird die Kreuzung Trift/St. Nicolai-Straße grundlegend umgebaut / Neue Hoffnung für den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke

von
erstellt am 15.Feb.2017 | 05:05 Uhr

Mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer – so soll die Kreuzung Trift/St. Nicolai-Straße mit der ZOB-Einfahrt neu gestaltet werden. Die Sanierung der Landesstraße 24 nutzt die Gemeinde, den vielbefahrenen Knotenpunkt an der Grundschule und der Berufsschule umzubauen. Eine neue Überwegung soll Fußgängern den Weg vom Bahnhof zur St. Nicolai-Straße erleichtern.

Reiner Brudnitzki vom Tiefbauamt erläuterte dem Bauausschuss in seiner Sitzung am Montagabend den Umbau, der bis Ende Mai abgeschlossen sein soll. Auf der Nordseite wird ein Fußgängerüberweg über den Trift angelegt. Die Verkehrsinsel in der St. Nicolai-Straße entfällt, der schmale Gehweg an der Nordwestseite soll verbreitert werden. Die Kosten für die Fahrbahn und die Ampelanlage trägt der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV.SH), die Gemeinde die Kosten für die Gehwegerweiterung von 15  000 Euro. Bei einer Gegenstimme gab der Bauausschuss grünes Licht für den geplanten Umbau. Christian Thiessen (Insulaner/Piraten) störte sich an der nicht gelösten Verkehrsführung für Radfahrer, die das Befahren bis zum Bahnhofsvorplatz und der Kreuzung bei Rossmann zur Gefahr für Fußgänger und Radfahrer mache.

Einstimmig verabschiedet wurde im Bauausschuss die Umwidmung von Flächen in der „Neuen Mitte“. Die Gemeinde und die Projektgesellschaft „Neue Mitte Westerland“ hatten vereinbart, dass die privaten Flächen vor dem Neubau in der Neuen Straße teilweise für den öffentlichen Verkehr geöffnet werden, also für Fußgänger und die Autos von Anliegern. Das letzte Teilstück des Projekts, die Fertigstellung des Durchgangs zur Friedrichstraße, soll innerhalb der nächsten sechs Wochen abgeschlossen werden. Dabei äußerte sich Gemeindevertreter Holger Flessau (CDU) kritisch über die Gestaltung des Platzes durch den Investor: „Ich bin sehr, sehr enttäuscht.“ Dafür und für die Aufstellung von fünf, sechs Spielgeräten „sind mit Sicherheit keine 500  000 Euro verbaut worden.“

Ein Dauerärgernis ist für die Gemeinde die Verkehrssituation in der Straße Siidik in Keitum. Der Seitenstreifen ist mittlerweile begrünt worden. Trotzdem parken Autos entlang der nördlichen Fahrbahn und in den Kurven Höhe Teekontor, Galerie und Ziegenkäselädchen. Polizei und Gemeinde hatten überlegt, das eingeschränkte Halteverbot aufzulösen und durch ein absolutes Halteverbot von der K118 bis zur Brücke zu ersetzen. Der vorhandene Parkstreifen auf der nördlichen Straßenseite sollte beibehalten werden. Gestern hieß es aus der Verwaltung, dass die Beschilderung wie bisher bleiben könnte, aber stärker überwacht wird.

Neue Hoffnung beim Ausbau der Bahnstrecke nach Niebüll weckte Martin Seemann aus der Inselverwaltung. Im April 2016 hatte die Gemeindevertretung einen zweigleisigen Ausbau der Strecke zwischen Elmshorn und Westerland und die Elektrifizierung gefordert – doch in den Bundesverkehrswegeplan schaffte es der Vorschlag trotz Unterstützung aus Kiel nicht. Jetzt ist zumindest noch ein zweigleisiger Ausbau des Abschnitts Niebüll – Klanxbüll in der Diskussion – damit ließe sich der eingleisige Streckenteil bis Westerland halbieren und die Fahrplanstabilität verbessern, zwischen Niebüll und Morsum wäre die Marschbahn dann vollständig zweigleisig.

„Nachdem wir so viel gelitten haben, könnte das Land eigentlich so großzügig sein, den Antrag nach vorne zu befördern,“ erklärte Martin Seemann. Der Abschnitt zwischen Niebüll und Westerland gehöre zu den am höchsten belasteten eingleisigen Strecken im Netz der Bahn. Das Land müsse jetzt vom Bundesverkehrsministerium eine Kosten-Nutzen-Analyse verlangen, damit das Projekt in den vordringlichen Bedarf des Bundesschienenwegeausbaugesetzes aufgenommen werden kann. „Dann haben wir auch die Chance, dass die Zweigleisigkeit bis 2030 umgesetzt wird.“ Der Bauausschuss erklärte einstimmig seine Unterstützung.

Keine Neuigkeiten gab es dagegen von der Baustelle Lorens-de-Hahn-Straße/ Trift/Industrieweg in Westerland. Bürgermeister Nikolas Häckel kündigte an, deswegen mit der Energieversorgung Sylt (EVS) und dem LBV.SH Kontakt aufzunehmen. Demnächst sei eine Baubesprechung geplant. Holger Flessau (CDU) bat darum, einen Teil der gesperrten Straßen noch vor Ostern freizugeben.

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