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Versorgungsstation : Mehr Komfort im Syltstadion

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Die Fußballer des Team Sylt weihten am Sonntag ihre neue Versorgungsstation ein: Jetzt schmeckt die Stadionwurst auch bei Sturm und Regen

Von einer VIP-Lounge ist sie zwar ein paar Ausstattungskategorien entfernt, doch für die Zuschauer und die Aktiven des Team Sylt fühlt sich die neue „Versorgungsstation“ im Syltstadion ziemlich komfortabel an. Am Wochenende wurde der etwa 50 Quadratmeter große Holzbau auf der „Westtribüne“ des Stadions offiziell eingeweiht.

Einen besseren Tag als den Sonntag hätten sich die Verantwortlichen der insularen Fußball-Spielgemeinschaft kaum aussuchen können, um die Notwendigkeit ihres vor Wind und Wetter schützenden Neubaus unter Beweis zu stellen. Sturm und Regen empfing nicht nur die Besucher (und Spieler) des Heimspiels der Kreisliga-Mannschaft gegen Süderlügum, sondern auch ein gutes Dutzend Vertreter aus Wirtschaft und Politik, die die Team-Sylt-Führung eingeladen hatte, die Hütte in Augenschein zu nehmen.

Der Vorsitzende Hans-Joachim Zielinski erklärte ihnen, dass der Bau eine über 40-jährige Vorgeschichte hat, da man beim Bau des Stadions 1971 vergessen hatte, den Umkleidetrakt aufzustocken. „Seither wurde viel überlegt, wie man Zuschauer und Sportler auch bei schlechtem Wetter besser bewirten kann. Jetzt haben wir uns gedacht, wir nehmen es selber in die Hand“, erklärte Zielinski. Das Stadion ist im Besitz der Gemeinde Sylt, die es jedoch an das Team Sylt verpachtet hat.

Eigentlich wollte man dort vor allem in Eigenarbeit eine Gartenhaus-ähnliche Konstruktion errichten, musste sich von Experten in den eigenen Reihen jedoch belehren lassen, dass bei einem Orkan wie gestern zumindest das Dach, wenn nicht gleich die ganze Hütte weggeflogen wäre. Dass die selbst dem stärksten Sturm trotzt, ist einem 1,5 Meter dicken Fundament und solider Holzbauweise zu verdanken, die allerdings auch wesentlich höhere Kosten als erwartet verursacht haben. Im Inneren bietet die Hütte Platz für eine Küche und einen Versammlungsraum mit bestem Blick aufs Spielgeschehen. Davor liefert ein Dachüberstand zusätzlichen Regenschutz. Das wichtigste für ein zünftiges Fußballerlebnis ist jedoch der Außenverkauf von Bier (sowie anderer Getränke) und eine gepflegten Stadionwurst.

Zielinski: „Wir möchten, dass die Sylter etwas davon haben und vielleicht öfter mal den Weg ins Stadion finden.“ Dass der Innenausbau noch nicht abgeschlossen ist, weil unter anderem noch ein vernünftiger Bodenbelag fehlt, könnte sich durch die eine oder andere Spende schnell ändern lassen. Zielinski: „Uns war erst einmal die Funktionalität wichtig – und die Stadionwurst funktioniert.“

Der Verein Sylter Unternehmer würdigte das Engagement der Fußballer mit einer größeren Vorstandsdelegation. Viele Unternehmer unterstützen das Team Sylt nicht nur durch Werbung, sondern auch durch die Freistellung von Mitarbeitern für Punktspiele und Wettkämpfe. Trotz dieser Unterstützung und der neuen Versorgungsstation gab es am Sonntag leider erneut eine Niederlage (0:1) für den Tabellenletzten.

 

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erstellt am 29.Okt.2013 | 06:00 Uhr

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