Mehr Flächen für den Dauerwohnraum

Tinnumer Potenzialflächen - grün: im Gemeindeeigentum, hellblau: Bund, gelb: Land, orange: öffentliche Institutionen wie EVS, Kirchengemeinde Keitum, GEWOBA Nord oder Schulverband, dunkelblau: privat, rote Linie: äußere Hauptwohngebietsgrenze.
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Tinnumer Potenzialflächen - grün: im Gemeindeeigentum, hellblau: Bund, gelb: Land, orange: öffentliche Institutionen wie EVS, Kirchengemeinde Keitum, GEWOBA Nord oder Schulverband, dunkelblau: privat, rote Linie: äußere Hauptwohngebietsgrenze.

Tinnum unterstützt Keitumer Initiative / Inselbauamt erhält neue Angebote

shz.de von
14. Mai 2014, 12:47 Uhr

Einstimmig haben die Mitglieder des Ortsbeirats in ihrer jüngsten Sitzung eine Initiative ihrer Keitumer Nachbarn unterstützt, mit der neue Grundstücke als so genannte Potenzialflächen in die Planungen für den kommunalen Wohnungsbau aufgenommen werden könnten. So soll die Gemeinde Sylt künftig Liegenschaften auch in Raten kaufen oder dem Grundstückseigentümer erlauben dürfen, auf einem Teil der Gesamtfläche ein Gebäude für eigene Wohnzwecke zu errichten, wenn er der Gemeinde sein Grundstück kostenfrei oder für einen symbolischen Preis übereignet (wir berichteten). Allerdings sind dies noch Zukunftspläne: der Vorschlag muss noch in der Gemeindevertretung beschlossen werden.

Doch bereits jetzt scheint es mehr Bewegung und damit neue Hoffnungen in Sachen Dauerwohnungen für Sylter zu geben. Inselbaumeister Martin Seemann sagte auf der Sitzung, aufgrund der Vorstellung des Wohnraumentwicklungskonzeptes in den Ortsbeiräten sowie in den Medien sei ein „erfreulich erhöhter Rückfluss von Meldungen“ für bebauungsfähige Flächen zu verzeichnen, welche die Stadtplanung bisher nicht im Fokus hatte. Darunter seien sogar Angebote, die durchaus im Rahmen des für die Gemeinde finanziell Leistbaren lägen. Seemann schloss auch nicht aus, dass es aufgrund dieser sowie weiterer neuer Meldungen zu Verschiebungen in der zeitlichen Prioritätenliste kommen könne.

Auf Tinnumer Gebiet gibt es zwar viele Potenzialflächen (siehe Karte), allerdings hat es nur das Areal im Boy-Peter-Eben-Weg Süd geschafft, in das KLM-Realisierungsprogramms 500+ aufgenommen und voraussichtlich bis 2018 mit maximal 40 Wohneinheiten bebaut zu werden. Die meisten geeigneten Flächen gehören jedoch dem Bund, dem Land Schleswig-Holstein oder befinden sich in Privatbesitz. Deshalb sind sie bisher lediglich Bestandteil des erweiterten Konzeptes bis 2025. Ob die Initiative aus dem Inselosten tatsächlich Eigentümer dazu bewegen kann, ihre Grundstücke zu günstigen Konditionen für die Schaffung von Dauerwohnraum zu übertragen, bleibt abzuwarten …

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