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Erleichterung : Meerkabarett gerettet: Kreis erteilt Genehmigung

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Veranstalter und Publikum können aufatmen. Einen Tag vor der Premiere des Meerkabaretts erteilte der Kreis Nordfriesland gestern doch noch die am Freitag verweigerte Genehmigung.

Rantum | In buchstäblich letzter Minute ist gestern nicht nur die heutige Premiere des diesjährigen Meerkabaretts gerettet, sondern zugleich auch über den weiteren Fortbestand des seit 14 Jahren etablierten Kultur-Events entscheiden worden. Nach einem kurzfristig anberaumten Krisengespräch mit Landrat Dieter Harrsen im Husumer Kreishaus und einer Ortsbegehung in der Sylt-Quelle wurde festgestellt, "dass die sicherheitstechnischen Befürchtungen ausgeräumt werden konnten", heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung von Kreis und Meerkabarett.
Der drohende Ausfall sorgte auf der Insel für Diskussionsstoff

Wie berichtet, hatten die Fachabteilungen des Kreises die Genehmigung für die schon oft für Veranstaltungen genutzte Produktionshalle am Freitag verweigert, weil Prüfnachweise für Brandmeldeanlage, Sicherheitsbeleuchtung und Notstromversorgung fehlten.

Selbst kurzfristig angeforderte Prüfgutachter hatten die Absage des Konzertes der dänischen U2-Coverband "Die Herren" sowie des Auftaktes des Sylter Wissenschaftssommers nicht mehr verhindern können. Auch der drohende Ausfall der für heute angesetzten Meerkabarett-Premiere sorgte auf der Insel für viel Diskussionsstoff. Und bei Meerkabarett-Chef Joachim Wussow für noch mehr Stress. Froh über die gemeinsame Lösung des Problems wurde gestern von beiden Seiten auf Schuldzuweisungen verzichtet.
Wussow hofft auf eine dauerhafte Genehmigung

Bei Joachim Wussow herrschte vor allem Erleichterung über das Einlenken des Kreises und die - wenn auch nur befristet - erteilte Genehmigung. "Ohne den Rückhalt und die Unterstützung auf der Insel wäre das nicht möglich und das Meerkabarett wohl ein für allemal vorbei gewesen." Nicht minder erleichtert werden viele Sylter und Urlauber sein, für die das achtwöchige Kleinkunst-Festival zum festen Bestandteil des Sylter Sommers gehört.

Damit das auch weiterhin so bleibt, hatte Wussow eigentlich schon für diesen Sommer auf eine dauerhafte Genehmigung für den im letzten Sommer vollzogenen Umzug vom Zelt am Flughafen in die Sylt-Quelle gehofft. Dem Entwurf der dafür erforderlichen Änderung des Bebauungsplans hat allerdings das Innenministerium des Land seine Zustimmung verweigert. Wussow ist dennoch zuversichtlich: "Kreis und Gemeinde wollen sich bemühen, schnellstmöglich die planungsrechtlichen Grundlagen zu schaffen."

Die Diskussion zum Auftakt des 5. Sylter Wissenschaftssommers zwischen dem Hirnforscher Prof. Dr. Gerald Hüther und dem Soziologen Matthias Greffrath fand am Sonntag unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Tonaufzeichnung wird in Kürze unter www.kunstraum-syltquelle.de zum kostenlosen Download bereitgestellt.

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erstellt am 30.Jun.2008 | 08:15 Uhr

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