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Saison-Bilanz : Meerkabarett-Chef zieht „ermutigendes“ Fazit

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

59 Veranstaltungen in knapp zwei Monaten: Das Meerkabarett bietet seit 20 Jahren ein umfangreiches Kulturprogramm. Mit durchschnittlich 338 Besuchern pro Veranstaltung verzeichnet es einen Zuwachs von etwa zehn Prozent gegenüber 2012.

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erstellt am 04.Sep.2013 | 12:47 Uhr

Nur einen Tag nach dem Finale des diesjährigen Meerkabaretts ähnelt die Spielstätte auf dem Gelände der Sylt-Quelle schon wieder mehr eine Lager- als eine Eventhalle. Die Bühne steht zwar noch, doch bereits morgen wird hier wieder Mineralwasser gelagert statt Kultur produziert.

Seit dem 7. Juli haben hier 59 Veranstaltungen stattgefunden, vom Kindertheater über Comedy, Koch- und Kleinkunst bis zum Popkonzert. Nach den herben Zuschauer-Verlusten im vergangenen Sommer blickt Meerkabarett-Chef Joachim Wussow diesmal etwas zufriedener zurück und optimistischer voraus. „Die Besucherzahlen waren aus unserer Sicht ermutigend, auch wenn sich einen Tag nach Ende noch nicht sagen lässt, was das wirtschaftlich heißt.“

Ermutigend heißt in diesem Falle, dass wie im Vorjahr etwa 20.000 Besucher in Meerkabarett kamen. Da die Spielzeit diesmal jedoch eine Woche kürzer war (2012 gab es 65 Veranstaltungen), bedeutet dies einen Zuwachs von etwa zehn Prozent. „Damit haben wir den negativen Trend stoppen können“, glaubt Wussow angesichts eines Anstiegs der durchschnittlichen Besucherzahl von 307 auf 338 pro Veranstaltung.

Beendet wurde die Saison am Montagabend mit einer „exorbitant guten Stimmung“ beim Auftritt der Geschwister Pfister, die zu den Stammgästen des Sylter Kleinkunstfestivals gehören. Zu den positiven Überraschungen der vergangenen zwei Monate gehören für Joachim Wussow vor allem Thorsten Havener mit seiner Gedankenleser-Show sowie Casting-Show-Siegerin Ivy Quainoo, die beide erstmals auf Sylt dabei waren. Schwierig gestalteten sich auch in diesem Jahr wieder die unbestuhlten Konzerte für bis zu 800 Besucher. Vor allem der dänische Chart-Stürmer Lukas Graham („Drunk in the Morning“) fand nicht den erwarteten Zuspruch, sondern spielte vor halb leerem Saal. Wussow: Wir würden gerne eine Veranstaltung für die 18- bis 30-Jährigen machen, merken aber, dass es nicht so einfach ist.“

Für ihn und sein Team war die 20. Meerkabarett-Saison jedenfalls ermutigend genug, sich bereits jetzt mit dem 14. Juli 2014 zu beschäftigen. Dann wird in der Eventhalle die Eröffnungsgala des 21. Meerkabaretts stattfinden, das voraussichtlich nochmals eine Woche kürzer als in diesem Jahr dauern wird. „Am 13. Juli ist in Brasilien das Finale der Fußball-WM, und parallel zu so einem Großereignis macht das Meerkabarett keinen Sinn. Leider hat uns von der FIFA niemand gefragt.“

 

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