Naturspektakel in der Nordsee : Meeresleuchten vor Sylts Westküste

Meeresleuchten vor Sylts Westküste.
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Abends um kurz nach elf, wenn es langsam richtig dunkel wird, fängt das Meer vor Sylt dieser Tage an zu leuchten.

Wellen, die blau-grün aufblitzen, wenn sie sich brechen und kleine Lichter, die sich beim Schwimmen auf die Haut legen und das Wasser zum Glitzern bringen: In den Nächten am vergangenen Wochenende hat das Meeresleuchten die Nordsee vor Sylt in einen magisch wirkenden Ort verwandelt.

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26. Mai 2014, 09:42 Uhr

Wellen, die blau-grün aufblitzen, wenn sie sich brechen und kleine Lichter, die sich beim Schwimmen auf die Haut legen und das Wasser zum Glitzern bringen: In den Nächten am vergangenen Wochenende hat das Meeresleuchten die Nordsee vor Sylt in einen magisch wirkenden Ort verwandelt.

 

Das Schauspiel sorgt immer wieder für Begeisterung bei Syltern und Gästen: Unter anderem in Kampen und in Westerland waren sie unterwegs, um das Meeresleuchten zu beobachten. Dabei tritt das Phänomen in diesem Jahr relativ früh auf – meist ist es eher im Hochsommer zu beobachten. Doch das sonnige, ruhige Wetter der vergangenen Tage hat dafür gesorgt, dass für die sogenannten Meeresleuchttierchen (Noctiluca scintillans) genügend Algen als Nahrung im Wasser sind. Sie können sich so stark vermehren, dass sie als Meeresleuchten zu sehen sind, erklärt der Sylter Umweltbeauftragte Norbert Grimm. Ob das Schauspiel auch in den kommenden Nächten zu beobachten ist – da möchte sich Grimm nicht festlegen: „Das kann man schwer vorhersagen. Wenn sich das Wetter ändert, wenn etwas Strömung aufkommt, kann der ganze Spaß vorbei sein.“ Ein kleines Indiz, ob es sich lohnt, abends länger wach zu bleiben, liefert das Nordseewasser schon am Tag: Wer dort eine rosa gallertartige Masse im Wasser treiben sieht, hat den leuchtenden Planktonorganismus entdeckt. Diejenigen, die die momentane Wassertemperatur von 13 Grad nicht am Baden hindert, sollten sich übrigens auch von diesem Glibber nicht abhalten lassen – die Planktonteppiche sind vollkommen harmlos.

Wer sich dieser Tage aufmacht, das Meeresleuchten selbst zu suchen: Zu sehen ist es erst, wenn es schon recht dunkel ist. In den vergangenen beiden Nächten war das gegen 23.15 Uhr. Und auch wenn das Meer dann doch nicht glitzert: „Ein Spaziergang nachts am Strand ist doch auch so schön“, findet Norbert Grimm.

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