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Neue Hinweistafeln : „Man schützt nur, was man kennt“

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

In vier Sylter Naturschutzgebiete gibt es im Rahmen eines landesweiten Projektes jetzt insgesamt 30 neue Infotafeln. Die Umsetzung hat knapp zwei jahre gedauert.

shz.de von
erstellt am 06.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Die meisten Leute denken nicht viel über Schilder nach. Sie sind einfach da und regeln den Verkehr oder informieren über Sehenswürdigkeiten. Wie viel Aufwand hinter solchen Schildern steckt, zeigt jetzt das Beispiel des BIS. Diese Abkürzung steht für Besucher-Informations-System und meint die 30 Schilder, die seit neuestem überall in den vier Naturschutzgebieten Morsum Kliff, Nielönn, Braderuper Heide und Kampener Vogelkoje zu finden sind. Zwei Jahre hat es gedauert, bis diese von Zimmermeister Christian Krause endlich auf der Insel installiert werden konnten. „Die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Verbänden auf der Insel war sehr gut, aber es dauerte einige Zeit, bis wir alle Genehmigungen von den Eigentümern zusammen hatten“, erzählt Dr. Thomas Holzhüter vom Landesamt für Umwelt, das die Planung übernommen hatte. Finanziert wurde das Projekt vom Umweltministerium des Landes.

Und welchen Zweck erfüllen nun diese Schilder? Sie informieren über die Lebensräume, in denen sich die Besucher finden. Es gibt große und kleine Tafeln. Die größeren stehen meist an den Eingängen zu den Naturschutzgebieten, oder an Weggabelungen. Auf ihnen kann man man auf einer Karte die verschiedenen Lebensräume erkennen und nachlesen, welche Tiere und Pflanzen es in dem Gebiet gibt. Die kleineren Tafeln in DIN-A3-Format informieren immer genau über die Pflanze oder Gesteinsformation, vor der sie aufgestellt sind.

„Damit haben die neuen Schilder einen echten Mehrwert gegenüber denen des Landschaftszweckverbands. Denn die dienen vor allem der Orientierung“, erklärt Holzhüter. Der erhobene Zeigefinger wurde bewusst vermieden – stattdessen klären nur zwei kleine Piktogramme am unteren Rand des Schildes darüber auf, dass man seinen Hund anleinen muss und auf den Wegen bleiben sollte. „Man schützt nur, was man kennt. Deshalb ist es wichtig, dass die Menschen vor allem erfahren, welche Besonderheiten es in den jeweiligen Gebieten gibt“, so Holzhüter. Die ganzen Informationen gibt es auch zum Mitnehmen: In einem Metallkasten finden sich an jedem großen Schild neue Flyer in einem einheitlichen Layout.

Die Aufstellung des Besucher-Informations-Systems in Naturschutzgebieten ist ein landesweites Projekt. Insgesamt sind bereits 175 Gebiete ausgestattet und es gibt noch viel zu tun. Auch auf Sylt sollen in den kommenden Jahren die anderen Naturschutzgebiete mit den Schildern ausgestattet werden. Dafür werden sich dann auch wohl die Sylter Verbände einsetzen, die auch schon dieses Mal engagiert dabei waren: Die Naturschutzgemeinschaft Braderup, die Söl’ring Foriining und der Landschaftszweckverband Sylt.

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