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Mensch des Jahres : „Man kann Sie nur bewundern“

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Sh:z Medienhaus Sylt ehrt das Ehepaar Bredow als Sylter Menschen des Jahres im Rahmen einer Feierstunde im Hotel Stadt Hamburg

von
erstellt am 05.Dez.2013 | 06:00 Uhr

Das Paar des Abends strahlte: „Wir können kaum noch durch die Friedrichstraße gehen, ohne dass wir beglückwunscht und umarmt werden“, berichtet Brigitte Bredow von ihren vergangenen Tagen, „ich habe das Gefühl, ich könne jetzt alles schaffen“. Hintergrund für dieses Hochgefühl: Brigitte Bredow und ihr Mann Bernd sind gestern im feierlichen Rahmen für ihr ehrenamtliches Engagement in der Sylter Lebenshilfe vom sh:z Medienhaus Sylt als Menschen des Jahres ausgezeichnet worden. Sie nehmen nun am landesweiten Wettbewerb zum norddeutschen Menschen des Jahres teil.

In ihrer Laudatio an das Paar betonte Petra Reiber, Bürgermeisterin der Gemeinde Sylt, dass das Hochgefühl des Ehepaars völlig berechtigt ist: „Die Ehrung Mensch des Jahres verwandelt engagierte und fleißige Mitbürger wie Sie in Prominente – und das ist gut so.“ Denn das Wirken vieler Ehrenamtler auf der Insel fände oft im Verborgenen statt, würde zu häufig als selbstverständlich angesehen. In den zahlreichen Aktionen, die das Ehepaar für und mit den Menschen mit Behinderungen organisiert, stecke ein unheimlicher Zeitaufwand: „Da kann man Menschen wie Sie beide nur bewundern.“

Bredows freuten sich über diese Worte sichtlich. Neben ihnen hatten sich in der Galerie des Hotels Stadt Hamburg rund 50 Gäste eingefunden, die einen entspannten Abend bei Fingerfood, Sekt und kaltem Bier genossen – der Medienpartner der Aktion Mensch des Jahres, die Flensburger Brauerei, war mit einer großen Bandbreite ihres Produkts vertreten.

Was das sh.z Medienhaus Sylt mit der Aktion Mensch des Jahres bewirken möchte, erläuterte Chefredakteur Michael Stitz: „Wir sind mit unseren Zeitungen und Zeitschriften ein Teil dieser Insel und der Menschen, die hier leben. Und diese Menschen entscheiden, wie wir hier leben, welchen Werten wir uns verpflichtet fühlen. Gerade das ehrenamtliche Engagement, der Einsatz für eine gute Initiative, die Bereitschaft zu helfen und zu fördern, verdient unsere mediale Beachtung und Unterstützung.“

Die Beständigkeit im Engagement ist für Stitz dabei eine der bemerkenswertens Eigenschaften, die die Ehrenamtler der Insel auszeichnet: „Ehrenamt funktioniert nur dann, wenn jemand sich einer Sache verschrieben hat, sie ausdauernd und mit Herzblut betreibt.“

Diese positiven Charaktereigenschaften haben nicht nur das Ehepaar Bredow, die bei der diesjährigen Anstimmung über 56 Prozent der gut 1000 abgegebenen Stimmen erhielten, sondern auch die drei anderen diesjährigen Kandidaten. Jörg Christiansen, Redaktionsleiter der Sylter Rundschau, hob ihre Leistungen hervor: Allen Kandidaten gebühre Wertschätzung: Dr. Kathrin Klint, die im Frühsommer die Typisierungsaktion „Berat will leben“ voran getrieben hat und rund 1200 Sylter dazu brachte, sich in die Deutsche Knochenmarkspenderdatei aufnehmen zu lassen. Renate Brinkmann, die mit ihren 40 Jahren bei Unicef ein „Dauerbrenner des insularen Ehrenamts sei. Und Joachim Wussow, der sich trotz teils widriger Umstände engagiert für den Fortbestand des Rantumer Meerkabaretts einsetze.


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