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Luxusdomizile gegen Sozialwohnungen tauschen

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

1. Ich bin vom Grundsatz her der Auffassung, dass man den weiteren Bau von Luxushäusern und -wohnungen auf Sylt an den Bau von Sozialwohnungen koppelt. Keine Erschließung von Grundstücken für Millionäre ohne gleichzeitig Wohnungen für die auf Sylt Beschäftigten zu bauen. Wie das technisch möglich ist, weiß ich allerdings auch nicht. Auf jeden Fall sollte der Bund seine Flächen den Gemeinden für den Bau von Sozialwohnungen zur Verfügung stellen, statt immer nur zu sehen, wie er selbst am meisten rausholt. Im Vordergrund muss der Mensch stehen.

2. Beim Küstenschutz gilt: Sicherheit vor Sparsamkeit. Es muss alles getan werden, was technisch möglich ist, um frühzeitig auf den Anstieg des Meeresspiegels zu reagieren. Und der Küstenschutz auf Sylt ist letztendlich ja auch Küstenschutz fürs Festland, da die Insel als Wellenbrecher fungiert. Und das ist als Elementarschutz ganz klar Bundesaufgabe und muss es auch bleiben.

3. Bei der Verkehrsinfrastruktur fordert die Linke seit langem den Ausbau der A 23 bis nach Esbjerg. Das war in den 70er Jahren schon mal Thema, doch von den großen Parteien hört man da gar nichts mehr. Auf jeden Fall muss die A20 möglichst schnell weitergebaut werden, um die Verkehrsströme rund um Hamburg zu entlasten. Auf der Schiene trete ich für eine Elektrifizierung der Marschbahn-Strecke so weit wie möglich nach Norden ein. Da die Deutsche Bahn große Gewinne macht, ist es ihre Aufgabe, dafür zu sorgen, statt immer weiter von der Substanz zu leben. Insgesamt brauchen wir dringend so etwas wie einen Marshall-Plan für die Verkehrsinfrastruktur, um die Gelder neu zu verteilen. Beim Flughafen sehe ich die einzige Möglichkeit, die Kommunen finanziell zu entlasten, darin, die Leute stärker zu beteiligen, die den Nutzen haben. Warum nicht private Unternehmer beteiligen oder die Kosten auf die Nutzer umlegen, statt ben Steuerzahler zu belasten?

4. Am schönsten finde ich die einzigartige Dünenlandschaft und den Ausblick von Hörnum nach Föhr und Amrum. Was mich stört, sind die toten Dörfer im Winter und dass ich als Schleswig-Holsteiner bezahlen muss, um an den Strand zu kommen.

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erstellt am 20.Sep.2013 | 00:33 Uhr

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